Genaueres zu Sure 5:51

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 21. Juni 2002 22:39:36:

Hallo Thomm,

In Sure 5 des Koran geht es um die Unterscheidung zwischen dem, was Gott herabsandte (Torah, Evangelien und Koran) und dem, was die Menschen (die meisten sind Frevler) daraus als Glauben annahmen. Es war die Zeit der Wende im Gottesglauben (70-630 n.Chr.). Die Juden akzeptierten Jesus nicht als den gesandten Gottes und die Ur-Christen akzeptierten zwar Jesus als den Gesandten, die römischen Christen jedoch machten aus ihm eine dem Gottesglauben abweichende Gestalt bzw. gründeten eine neue Heidenreligion. Tatsache ist, das die damals vom römischen Kaiser Konstantin gegründete Kirche nicht mit dem Inhalt der Evangelien korrespondierte (heidnische Einflüsse). Deshalb der Satz in 5:51,

"Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Verbündeten bzw. Beschützern (oder Freunden)! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen)."

Es ist also in erster Linie gemeint, man solle nicht die heidnischen Einflüsse übernehmen und sich nicht von ihnen missionieren lassen.

Ich werde Dir gerne einmal die Koranstelle 5:51 mit den vorangehenden und folgenden Versen posten. Dann verstehst Du vielleicht etwas mehr über diese Koranstelle.

5:49. Und (wir haben die Schrift zu dir herabgesandt mit der Aufforderung): Entscheide zwischen ihnen nach dem, was Gott (dir) herabgesandt hat, und folge nicht ihrer (persönlichen) Neigung! Und hüte dich vor ihnen, daß sie dich (nicht) in Versuchung bringen (so daß du) von einem Teil dessen, was Gott dir (als Offenbarung) herabgesandt hat (abweicht)! Und wenn sie sich abwenden (und nicht auf dich hören), dann mußt du wissen, daß Gott sie wegen eines Teiles ihrer Schuld (mit Strafe) treffen will. Viele von den Menschen sind Frevler. 50. Wünschen sie sich (etwa) die Entscheidungsweise des Heidentums (hukma l-dschaahilieyati)? Wer könnte für Leute, die (von der Wahrheit) überzeugt sind, besser entscheiden als Gott? 51. Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden (Übersetzung auch mit "Verbündeten bzw. "Beschützern")! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht. 52. Und du siehst, daß diejenigen, die in ihrem Herzen eine Krankheit haben, geschäftig unter ihnen die Runde machen (?), indem sie sagen: "Wir fürchten, daß uns (Gläubige) eine (unglückliche) Schicksalswendung treffen wird (wenn wir uns nur auf uns selber verlassen)." Aber vielleicht wird Gott (den Gläubigen) den Erfolg (al-fath) oder (irgend) eine Entscheidung von sich (amrin min `indihie) bringen. Dann werden sie Bedauern (und Ärger) empfinden über das, was sie (bis dahin an Sympathien für die Andersgläubigen (?) gehegt und) in sich geheimgehalten haben.

Gruss

Ahmet





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