Karma und Reinkarnation oder Der Lauf der Welt: : Schicksal oder Chance?
Geschrieben von Gegendenstrom am 20. März 2003 10:01:26:
Zum Nachdenken.........
Jedes Lebewesen, ob Mensch, ob Tier oder Pflanze, ist ein Bündel voller Energie, eingebunden in den energetischen Kosmos des Alls. Es wäre merkwürdig, wenn das, was wir in diesen großen Kosmos eingeben oder von ihm für uns verbrauchen, ohne Folgen für uns bliebe.
Je schlimmer sich diese Welt entwickelt, umso notwendiger wird es, dass wir uns mit zwei kosmischen Gesetzmäßigkeiten vertraut machen, um nicht an Gott und der Welt zu verzweifeln: Dem Gesetz von Saat und Ernte und dem Gesetz der Reinkarnation.
Gehen wir nicht davon aus, dass nur das auf die Menschheit und jeden einzelnen von ihr zukommt, was sie irgendwann selbst verursacht haben, dann stellt sich die Frage, wie Gott dies alles zulassen kann, ja ob Er überhaupt existiert. Glauben wir zwar, dass wir selbst die Schmiede unseres Schicksals sind, aber schauen wir dabei nur auf unser gegenwärtiges Leben, dann können wir uns meist nicht vorstellen, wann und wie wir uns all das eingebrockt haben, was wir gegenwärtig auslöffeln – all die seelischen oder körperlichen Verletzungen, die uns andere zufügen, wo wir uns doch »Zeit unseres Lebens« relativ friedlich verhalten haben.
Straft Gott ?
Doch selbst wenn wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, schon öfter hier gewesen und in eine jahrhundertealte Biographie verstrickt zu sein, wehren wir uns, den Konsequenzen ins Auge zu schauen. Für Not und Krankheit, Unterdrückung oder gar frühen Tod machen wir auch dann noch lieber andere oder »bestimmte Umstände« oder – wenn alle Erklärungsversuche scheitern – eben Gott verantwortlich, der nach einem der merkwürdigsten Sprichworte angeblich jene straft, die Er liebt. Wer wollte es auch wagen, beim Anblick hungernder Kinder in Afrika oder bei Berichten über den Völkermord in Ruanda daran zu denken, dass die Gepeinigten möglicherweise ein Schicksal trifft, das sie auf die eine oder andere Art schon anderen zugefügt haben. Beleidigend und ungeheuerlich klingt das im ersten Moment, so als ob man furchtbares Unrecht rechtfertigen wollte, vielleicht gar mit einem moralischen Zeigefinger oder dem wegwerfenden Unterton »selber schuld«.
Wer Letzteres tut, hat das Gesetz von Saat und Ernte gründlich missverstanden. Abgesehen davon, dass er nicht weiß, was er demnächst selbst erntet, lädt er durch die anmaßende Beurteilung des schweren Schicksals anderer seinerseits Schuld auf sich, die irgendwann auf ihn zurückkommt. Und vor allem: Der rückwärts gerichtete Blick widerspricht den kosmischen Zusammenhängen von Karma und Wiedergeburt, die in Wahrheit kein Mechanismus von Abtragung durch Leid sind, sondern die Überwindung des Leides und die Fortentwicklung der menschlichen Seele beinhalten.
Dass jede Ursache auch eine Wirkung hat, erleben wir täglich in der uns umgebenden sichtbaren Welt. Dass es auch unsichtbare Kausalitäten gibt, erleben wir bei jedem Telefonat und jeder Radiosendung. Niemand bezweifelt die Wirkung elektromagnetischer Wellen oder radioaktiver Prozesse. Auch emotionale Prozesse und Gedanken entfalten Energien, spürbar am eigenen Körper und in der Kommunikation mit unseren Mitmenschen. Jede Tat setzt Energie voraus und ist von Energie begleitet. Jedes Lebewesen, ob Mensch, ob Tier oder Pflanze, ist ein Bündel voller Energie, eingebunden in den energetischen Kosmos des Alls.
Es wäre merkwürdig, wenn das, was wir in diesen großen Kosmos eingeben oder von ihm für uns verbrauchen, ohne Folgen für uns bliebe. Auch unsere Freiheit ist ein Teil dieser kosmischen Ordnung. Missbrauchen wir sie, müssen wir die von uns geschaffene Unordnung wieder beseitigen, um die kosmische Ordnung wieder herzustellen. Gott nimmt uns ernst. Verstoßen wir gegen Seine Ordnung, kommt das Leid der Unordnung auf uns zu. Nichts anderes meint die Bibel, wenn dort vom Gesetz von Saat und Ernte die Rede ist, und wenn Jesus von Nazareth davor warnt, zum Schwert zu greifen, um nicht durch das Schwert umzukommen, oder davor, nicht zu richten, um nicht gerichtet zu werden. Selbst wenn wir die Unordnung nur über die Erfahrung eigenen Leids beseitigen könnten, wäre dies schon eine Entwicklungschance.
Die Chance, wiederzukommen
Man nennt dies Abtragung. Dies ist jedoch nicht die einzige Reparaturmöglichkeit: Die andere besteht darin, dass wir das vergangene Unrecht bereuen, womöglich wieder gutmachen und um Verzeihung bitten und dadurch die kosmische Verunreinigung – in uns und um uns – wieder beseitigen. Das lehrte Jesus von Nazareth in Seiner Bergpredigt, vor allem mit Seiner Feindesliebe, die Feindbilder auflöst und feindliches Handeln erledigt. Alle äußeren, also heruntertransformierten Energien müssen umgewandelt und in den Strom Gottes zurückgebracht werden, wo sie ihren Ursprung haben. Gotterfüllte Empfindungen, Gedanken und Worte sind das Einheitsbewusstsein, weil sie das Gesetz im Strom des Seins sind. Menschliche Empfindungen, Gedanken und Worte hingegen sind Einzelgänger, die sich wieder gleichgesinnten Empfindungen, Gedanken und Worten zugesellen, von wo aus sie dann wieder auf den Absender zurückkommen... Wer sein Leben nicht heiligt, der verliert es und wird es, je nach Belastung der Seele, eventuell durch mehrere fleischliche Eingeburten zurückgewinnen müssen – wenn er dann durch seine eigene Hölle geht, durch seine eigenen Qualen und Leiden, durch das, was er in sich selbst eingegeben hat.
Wer sich diese Zusammenhänge vergegenwärtigt, wird menschliches Unglück in einer neuen Dimension sehen. Er wird Verbrechen nicht entschuldigen und mit ihren Opfern nicht weniger mitleiden, sondern ihnen bei der Bewältigung ihres Schicksals helfen. Er wird auch nicht vordergründig über Kausalitäten spekulieren, sondern das Geheimnis der Biographie einer menschlichen Seele respektieren, das nur für sie selbst bestimmt ist und eine Geschichte vieler Inkarnationen beinhalten kann.
Diese Sichtweise, die das Schicksal eines Menschenlebens in den Zusammenhang vieler Erdenleben ein- und derselben unsterblichen Seele stellt, gehört zu jenem uralten Menschheitswissen, das sich in fast allen Kulturkreisen findet, in östlichen Religionen, ebenso in der griechischen Philosophie, im alten Ägypten ebenso wie in esoterischen Bewegungen des modernen Europa. Preußenkönig Friedrich II. »weiß gewiss«, dass er wiederkommen werde, um »ein tätiges Leben zu führen« – nicht mehr als König, aber dafür »mit weniger Undank verknüpft«, wie er hofft. Fußballkaiser Beckenbauer erklärt: »Ich war sicher schon ein paar Mal da.« Hinzu kommen die Bekenntnisse von Dichterfürsten und Philosophen, von Goethe bis Platon, von Pythagoras bis Voltaire, die alle davon ausgehen, weder das erste, noch das letzte Mal auf Erden zu leben. Viele Menschen haben diesen Eindruck zuweilen blitzartig bei Déjà-vu-Erlebnissen: Eine Landschaft, in der wir »noch nie im Leben« waren, kommt uns plötzlich unnatürlich vertraut vor. Es gibt Beispiele, in denen Menschen in der Fremde plötzlich Weg und Steg kannten. Vor allem von Kindern wird immer wieder berichtet, die ihren Eltern plötzlich in allen Details von fremden Orten und Menschen erzählen und verlangen, dorthin geführt zu werden, um schließlich jene wieder zu finden, mit denen sie schon einmal lebten.
Was glaubten die Jünger Jesu?
Unabhängigen Geistern war die Wiedergeburt als Deutungsmuster menschlichen Daseins stets präsent, während das gläubige Kirchenvolk anders erzogen wurde: In einem einzigen kurzen Leben werden die Weichen für ein ewiges Leben gestellt; für die treuen Söhne und Töchter der Kirche fährt der Zug in den Himmel, für den überwiegenden Rest der Menschheit in die ewige Hölle. Mit den Lehren des Nazareners haben solche angsterregenden Perspektiven freilich wenig zu tun. Vieles spricht dafür, dass Seine Jünger ganz selbstverständlich davon ausgingen, mehrmals zu leben. Z.B. wenn man bei Matthäus liest, dass Jesus Seine Jünger fragte:
»Für wen halten die Leute den Menschensohn?«, und die Jünger erwiderten: »Einige für Johannes, den Täufer, andere für Elias, andere für Jeremias oder für einen von den Propheten.«
Hätte Jesus so fragen können, wenn die »Leute« von damals nicht an die Wiedergeburt geglaubt hätten? Er hatte offensichtlich nichts dagegen, sonst hätte Er der Antwort Seiner Jünger wohl deutlich widersprochen und darauf hingewiesen, dass all das undenkbar ist, weil jede Seele nur einmal lebt. Auch bei der Heilung des Blinden, von der Johannes berichtet, gehen die Jünger von der Möglichkeit mehrmaliger Einverleibungen aus, wenn sie nach der Ursache des Blindgeborenen fragen: »
...Wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, dass er blind geboren wurde?«
Deutlichere Hinweise auf den Glauben der Jünger an die Wiedergeburt und die Bestätigung dieses Glaubens durch Jesus von Nazareth finden sich in apokryphen Schriften. Und kein Geringerer als Hieronymus, der Schöpfer der lateinischen Bibel im 4. Jahrhundert, schreibt in einem Brief an einen Zeitgenossen: »Die Lehre von der Wiederkehr wurde seit den allerersten Zeiten den wenigen verkündet als ein überlieferter Glaube, der nicht öffentlich verkündet wurde.« Auch der große frühchristliche Lehrer Origenes scheint zu den Vertretern dieses Glaubens gehört zu haben. Unstreitig lehrte er jedenfalls die Präexistenz der Seele, was vermuten lässt, dass er auch an deren Wiedergeburt glaubte. Denn: Warum sollte es einer Seele nur einmal gelingen, in einen Körper zu schlüpfen? Später wurde seine Lehre verketzert und der größte Teil seiner Schriften vernichtet. Der letzte Rest, seine Seelenlehre und die hoffnungsvolle Annahme, dass eines Tages alle Menschen und Dinge zu Gott zurückkehren würden, wurde auf dem Konzil von Konstantinopel Anfang des 6. Jahrhunderts als Irrlehre verflucht.
Aus einer Neuoffenbarung:
Alles, was ist, ist ursprünglich in rein geistiger Form entstanden – die reinen Himmel, die himmlischen Wesen und die geistigen Naturreiche.
Vor Äonen kam es zu einem Fallgeschehen, in dessen Verlauf sich viele Geistwesen von dem Einheitsbewusstsein, Gott, trennten, weil sie selbst sein wollten wie Gott. Der Grundgedanke des Abfalls von Gott ist uns aus der Paradiesgeschichte der Bibel bekannt. In Wirklichkeit ging es nicht um ein Geschehen auf dieser Erde zwischen Euphrat und Tigris, sondern um eine Turbulenz in der geistigen Welt, die sich vollzog, bevor der materielle Kosmos entstand. Seine Entstehung war eine Auswirkung dieses Falls.
Die Geistwesen, die sich von der Urquelle allen Lebens, von Gott, abwandten, gingen in licht-ärmere Zonen, verloren ihren göttlichen Rhythmus und wurden allmählich grobstofflicher. Mit ihnen erging es ähnlich einem Teil der geistigen Planeten, die aus den reinen Himmeln abgesplittert wurden und zum Teil zu irdischen Wohnstätten von irdischen Wesen wurden. Damit entstand auch die Trennung von Diesseits und Jenseits. Die feinstofflichen Wesen, die zu belasteten Seelen wurden, die sich zunehmend verdichteten und schließlich körperliche Formen annahmen, starben. Starben sie und gingen sie in die Seelenreiche, wurden sie oftmals erneut von der Materie angezogen, um ihre Programme aus früheren Existenzen weiter zu leben.
Mit Seinem Tod auf Golgatha hat Jesus von Nazareth das Fallgeschehen gestoppt und allen Seelen und Menschen einen Funken Seiner göttlichen Kraft übertragen, mit dessen Hilfe sie sich läutern und in ihre ewige Heimat zurückfinden können.
Die unbelastete Seele kommt aus den ewigen Himmeln. Sie besitzt alle geistigen Substanzen der Unendlichkeit und ist daher ein Mikrokosmos im Makrokosmos, ein Wesen aus der Ewigkeit. Sie ist unvergänglich.
Das Schicksal der Seele
Diese Botschaft führt uns in neue Dimensionen und ist überdies plausibler als das kirchliche Dogma, wonach die unsterbliche Seele des Menschen beim Zeugungsakt gewissermaßen als »Zugabe« Gottes entsteht.
Der Allmächtige wäre eine Art »Schöpfungsknecht« des jeweiligen Menschenpaares, das sich dazu entschließt, ein Kind in die Welt zu setzen – nicht selten unter Umständen, die einer göttlichen »
Mitschöpfung« wenig gemäß sind. Die Seele wird nicht als Anhängsel einer körperlichen Zeugung von Gott eigens geschaffen, sondern ist präexistent und wird von dem jeweiligen Elternpaar lediglich angezogen. Sie sucht und findet ihren entstehenden Körper, weil sie und ihre irdischen Eltern eine ähnliche seelisch-körperliche Schwingung haben.
Jede Seele und jeder Mensch müssen früher oder später – in diesem Erdenleben oder in weiteren oder als Seele in den Stätten der Reinigung – die Läuterung der Seele vollziehen, um wieder das bewusste Ebenbild des ewigen Vaters zu sein. Wer sein Leben nicht meistert, wer sein Wesen nicht veredelt, der fügt zu den alten Ursachen immer wieder neue hinzu, wenn auch in veränderter Art und Weise, je nach den Lebensgewohnheiten der Zeitepoche, in denen sich die Seele wieder inkarniert und dabei das Ungesühnte aus den Vorleben mitbringt. Die erneut einverleibte Seele strahlt also das aus, was sie sich in den Vorleben angeeignet hat. Ihre Aura spiegelt ihre guten und ihre schlechten Gedanken und Taten wider. Es sind Erinnerungen und Entsprechungen. Sie bestimmen die innere Einstellung zum Leben, aus der der Mensch denkt und handelt. Dabei baut er wieder neue Gedankenformen auf und zieht, seinem Verhalten entsprechend, wieder Gleiches an.
Menschen, die im Vorleben weltlich gedacht und gelebt haben und auf die Materie bezogen waren, werden auch in diesem Erdendasein wieder ähnlich denken und arbeiten – bis sie zur Geistigkeit erwachen und allmählich umdenken.
Was die Seele im Körper in einem Vorleben bejaht und gefördert hat und was noch nicht gesühnt ist, wird von ihr in diesem Dasein weiter gefördert und aufgebaut. Wissenschaftler z.B. bemühen sich dann wiederum, Atome zu spalten, um Kernenergie zu gewinnen. Ärzte bemühen sich wieder, mit Organverpflanzungen weiterzuarbeiten, und Kirchenmänner verfolgen wieder Andersgesinnte. So setzt sich Gleiches und Ähnliches durch dieselben Seelen immer wieder fort – nur in anderen Menschenkörpern und mit anderer äußerer Gestalt, doch geprägt von derselben Ausstrahlung. Auf diese Weise bauen die Seelen in weiteren Erdenexistenzen immer wieder von neuem an ihrem Schicksalsgebäude. Ursache auf Ursache geschieht, und Wirkung auf Wirkung wird aktiv.«
Vor diesem Hintergrund erscheint nicht nur das Leben jedes einzelnen, sondern die Geschichte der ganzen Menschheit in einem neuen Licht. Alle politisch-historischen Erklärungsversuche kratzen nur an der Oberfläche der sichtbaren Geschehnisse. Die unsichtbare Geschichte früherer Inkarnationen der Beteiligten, ihre unbereinigte Vergangenheit, bleibt ausgeblendet, obwohl dort vielfach die tieferen Ursachen für ihr gegenwärtiges Verhalten liegen dürften.
Das Personal der Weltgeschichte trifft sich immer wieder, und so mancher Machtkampf dürfte eine Neuauflage alter Gegensätze sein. Wer weiß, ob nicht in einem Teil der rabiaten Islamisten, die heute den Westen bekämpfen, die Seelen der alten Assassinen oder anderer Muslime wirksam sind, die sich gegen die »christlichen« Eroberer des Heiligen Landes verteidigen mussten?
Die kirchlichen Kreuzzüge standen an Grausamkeit dem heutigen Dschihad in nichts nach. Wer weiß, wie viele von den Palästinensern und Israelis, die sich heute so erbittert bekämpfen, nicht schon früher miteinander zu tun hatten, vielleicht schon vor Jahrtausenden in den blutigen Fehden, von denen die Bibel berichtet. Vielleicht besteht ja einer der Gründe, warum die Menschheit so wenig aus ihrer Geschichte lernt, eben darin, dass die Völker und ihre Führer über Jahrhunderte hindurch immer wieder Seelenprogramme aus vergangenen Leben mitbringen und auch in der Gegenwart nicht davon loskommen. So werden die »Gespenster der Vergangenheit« reale Gegenwart.
Diese Gegenwart relativiert sich, wenn man sie in den Kontext vieler Vergangenheiten stellt, die uns im einzelnen verborgen sind, aber deren Wirkungen wir in Betracht ziehen sollten – im Leben des einzelnen und im Leben der Völker.
Wenn uns Konflikte unlösbar erscheinen, lohnt sich die Frage, ob Feindseligkeit und Rachsucht nur eine Folge der äußeren Verstrickung sind oder nicht weit tiefere Wurzeln haben. Es lohnt sich die Überlegung, dass es vermutlich kein Zufall ist, dass sich einzelne Menschen oder ganze Volksgruppen begegnen; dass sie vielleicht bestimmte Aufgaben zu lösen haben, die vor Jahrhunderten liegen blieben. Was Jean-Paul Sartre über die Mitglieder der »Geschlossenen Gesellschaft« seines gleichnamigen Theaterstücks sagte, gilt auch für die Weltgesellschaft: »In welchem Teufelskreis wir auch immer sind, ich denke, wir sind frei, ihn zu durchbrechen. Und wenn die Menschen ihn nicht durchbrechen, dann bleiben sie, wiederum aus freien Stücken, in diesem Teufelskreis. Also begeben sie sich aus freien Stücken in die Hölle.”«
Es liegt also an uns, ob die Mühsal unseres Daseins die Missernte einer schlechten Aussaat bleibt, oder ob sie zur Glück bringenden Chance für unsere Weiterentwicklung wird, damit wir uns vom Rad der Wiedergeburt lösen und in die ewige Heimat zurückfinden können.