Der "wache Mensch" fragt Warum ?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Gegendenstrom am 23. März 2003 18:25:35:

Den wachen Menschen kennzeichnet, daß er sich nicht mit der Vordergründigkeit des Daseins zufriedengibt, sondern im Tageserleben und Tagesgeschehen das Warum ergründet und daraus seine Schlüsse zieht. Wer selbstkritisch sein Fühlen, Denken und Handeln analysiert und die Erkenntnis daraus in die Tat umsetzt, um künftig höheren ethisch-moralischen Maßstäben gerecht zu werden, erlangt auch den Klarblick für das, was um ihn herum und in der Welt vor sich geht.

Ein solcher, wacher Zeitgenosse gestaltet sein Leben, statt sich gestalten, formen, gleich indoktrinieren und konformieren zu lassen. Er macht von seiner Freiheit Gebrauch, selbst zu denken und für sich selbst zu entscheiden. Er gibt nicht das Ruder seines Lebens aus der Hand, um dumpf, blind und taub, einem Lemming gleich, mit der Masse dorthin zu rennen, wohin andere ihn haben wollen.

Setzen wir bei uns selbst die Analyse an, dann steht also oftmals das Wort „warum?“ im Mittelpunkt unserer Selbstkritik. Wir fragen uns z.B.: „Warum bin ich für den einen Mitmenschen und für den anderen weniger oder gar gegen ihn?“ Doch das Leben stellt uns auch vor weitere Fragen, die über das ganz Persönliche hinausgehen: Warum sind diese und jene Zustände in der Welt? Warum Kriege, wenn wir Menschen des Abendlandes doch Christen sind? Warum Terror, Mord und Totschlag, wenn wir Christen sind? Warum muß die Mutter Erde durch uns Menschen unendlich leiden? Warum beinhalten viele Schimpfworte Tiernamen, denn oft heißt es beispielsweise „Du blöde Gans“, „Du dumme Kuh!“, „Du Esel“, „Du Schwein!“ und vieles mehr?

Zu all dem könnte man nun leichthin sagen: „Das ist der Zerfall aller Werte und Sitten in unserer Welt.“ Diese Antwort ist zwar naheliegend und nicht falsch, doch sie bringt uns kaum weiter. Statt dessen wäre es angezeigt, weiterzufragen: „Warum ist das so?“ und auch uns selbst mit einzubeziehen in der Frage: „Trage auch ich dazu bei?“ Und: „Warum tue ich das?“ Das Wörtchen „warum“ steht immer wieder im Mittelpunkt; es steht letztlich immer vor uns selbst.






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