Re: @ Gegendenstrom
Geschrieben von Gegendenstrom am 06. April 2003 15:24:09:
Als Antwort auf: @ Gegendenstrom geschrieben von Thomm am 05. April 2003 10:13:26:
Allein die Tatsache, dass die Menschenseele selbst entscheidet, in welchen Körper sie reinkarnieren will, würde ja noch nichts daran ändern, dass diese Entscheidung unfrei getroffen wurde, weil einfach bestimmte karmische oder umweltliche Grundvoraussetzungen keine andere Entscheidung zuließen, so dass leider auch der Gedanke der Seelenwanderung noch keinen Grund zu der Annahme eines freien Willens liefert.
Hallo Thomm,
du hast meines Erachtens nach insofern durchaus recht, als der "Gedanke" oder die "Tatsache" der Reinkarnation oder Seelenwanderung --ALLEINE-- keinen Beweis für den freien Willen liefert.
Die "ganzheitlichere" Betrachtung wäre da wohl vonnöten, denn ohne die Annahme karmischer Zusammenhänge, könnte eine zufriedenstellende Antwort wohl nicht gegeben werden.
Was das "unfrei getroffen wurde" anbegeht:
Vielleicht müsste man da "früher" ansetzen.
Die Entscheidung wie bzw. unter welchen Umständen man reinkarniert wurde vom Individuum durchaus bereits "frei" getroffen
- nämlich:
zu vielen früheren Zeitpunkten, an denen sie sich durch bestimmte negative Entscheidungen und Handlungen ihren weiteren "Werdegang" im Rahmen von "Saat und Ernte" sozusagen selbst vorgegeben hat.
Dass dem Individuum schliesslich, d. h. zu einem bestimmten Zeitpunkt, auf Grund der über einen kürzeren oder längeren Zeitraum hinweg geschaffenen "Saaten" nur noch wenig Entscheidungsspielraum dafür übrigblieb, unter welchen Umständen es als "Ernte" seiner "Saaten" - als Nächstes - inkarniert, spricht also - unter Berücksichtigung der längeren Zeiträume bestimmter Handlungswahlmöglichkeiten - nicht grundsätzlich gegen die freie Wahl.
Das Individuum hat - eben über diese längeren Zeiträume hinweg - bereits frei gewählt ( wenn auch oft recht unbewusst ) bis...., ja bis ihr zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ( für diese oder einige wenige Inkarnationen ) nur noch wenig oder gar keine direkte Wahlmöglichkeit mehr blieb, um so viel als möglich an "negativer Saat" abzutragen ( d. h. durch Erleben am eigenen Körper die Rückwirkungen vieler negativer Entscheidungen und Handlungen zu erfahren, um somit u. U. in einer oder wenigen, evtl. sehr schwierigen, Inkarnationen möglichst intensive Lernschritte zu machen ).
Ein hinausschieben dieser Erfahrungen und eine möglicherweise "leichtere Inkarnation" hätte für das Individuum wahrscheinlich nur noch mehr Belastungen gebracht mit noch schlimmeren Rückwirkungen auf Körper und Seele.
Denn eines sollte man einfach nicht vergessen:
- Ein schwere, leidvolle Inkarnation bietet auch die Möglichkeit intensivster
positiver Lernprozesse was die Schulung und Erweiterung der Fähigkeit des Mitempfindens für das Leid anderer Individuen anbegeht, mal abgesehen von der
Fähigkeit kreative Lösungsmöglichkeiten für schwierige irdische Situationen im Rahmen der positiven göttlichen Gesetzmässigkeiten zu finden.
Allerdings bezieht sich diese "relative Unfreiheit" der Inkarnationswahl dann ja auch nur auf die Umstände der grundsätzlichen Inkarnationsumstände !
Innerhalb derselben kann sie sich wieder für bestimmte Handlungs- und Reaktionsmuster relativ "frei" entscheiden ( d. h. je nach "erarbeitetem" = "gesäten" Bewussheitsgrad ).
Vielleicht hast Du es ja auch in diesem Sinne gemeint !
mit lieben Sonntagsgrüssen
Gegendenstrom