Objektive Betrachtung der Religionen
Geschrieben von Ahmet am 13. August 2004 08:41:29:
Meiner Meinung nach weil jede Religion(= in ein Schema gepresstes spirituelles System) ein Modell vertritt, und dabei alle anderen Religionen verwirft (als unvollkommen sieht). Das liegt daran, weil jede Religion den Anspruch erhebt, die Wahrheit zu vertreten. Sonst würde die Differenzierung ja gar nicht stattfinden. Das ist im Christentum, im Islam, im Judentum, im Buddhismus, auch bei den Krischna's, sowie in allen anderen Separierungen(Religionsgruppen) dieser der Welt der Fall. In den östlichen Religionen wird zwar immer die Rechtfertigung gebraucht, dass diese eine Lehre sei und keine Religion darstellen. Das wäre schon so, wenn diese sich nicht als eine separate Gruppierung von den anderen Religionen unterscheiden würden. Sobald man in ein System beitreten kann, wird diese zur Religion.
Ganz anders ist es da bei einem Religionswissenschaftler. Klar gibt es welche, die nicht seriös arbeiten. Das gibt es aber überall. Die erste Voraussetzung eines Religionswissenschaftlers ist die Neutralität zu bewahren. Dieser setzt keine Bekennung zu einer Religion voraus. Dieser hat auch nicht das Ziel, die Wahrheit zu finden. Nein, als Religionswissenschaftler trennt man sich für diesen Moment vom eigenen Glauben. Das heisst nicht, dass ein Religionswissenschaftler deswegen ungläubig ist. Nein das heisst eher, dass dieser sich von Allem lösen kann und damit eine klare, neutrale Vorlage zum erforschen der jeweiligen Religionskulturen mit Einsicht und Akzeptanz schaffen kann. Dazu kommt, das der Religionswissenschaftler nichts zu wiederlegen versucht, wie es ein Theologe, ein Priester oder andere in einem System arbeitenden Persönlichkeiten machen, sondern der RW versucht einfach verschiedene Kulturen mit Hilfe von historischen, archäologischen und kulturellen Aspekten zu vergleichen. In der Religionswissenschaft spielt der Zeitliche Ablauf(die Chronik) der vielen Kulturen eine sehr grosse Rolle. In allen Ländern der Welt sprechen die Universitäten die gleiche Sprache. Ob in Indien, in Ägypten oder in den USA; Alle haben die gleichen historischen Resultate erzielt.
Also auf Deutsch gesagt gibt es bei jeder Religion eine gläubige Ansicht(parteiisch) und eine historische Seite(unparteiisch). Es ist mir auch klar, dass alle Religionen sich wehren gegen Religionswissenschaftler, da diese halt auch die, für die entsprechende Religion, negativen Seiten offen darlegen können. Deshalb bin ich der Meinung, dass dort die seriösen Antworten zu finden sind. Was meinst Du dazu?