Der vorbildliche Umgang des Propheten mit den Menschen
Geschrieben von nour iman am 24. November 2004 10:38:11:
Abdulhafid Wentzel hat wieder mal schöne Texte ins deutsch übertragen...
Beispiele:
Der vorbildliche Umgang des Propheten mit den Menschen
(von Osman Nuri Topbas)
Über das Gebet (innere Dimensionen des Gebets)
(von Osman Nuri Topbas)
Eine Probe :
Unser Prophet Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – half, ohne Unterschiede zu machen, allen Menschen entsprechend ihrer Hilfsbedürftigkeit. Der folgende Vorfall spiegelt dies deutlich wieder: Ein Beduine kam zu ihm und bat um Unterstützung. Er gab ihm alles, was er bei sich hatte und fragte: „Bist du damit zufrieden?“ Der Beduine, der wenig Höflichkeit besaß, sagte: „Nein! Du hast mir nicht genug gegeben!“ Einige der Gefährten wurden wegen seiner Frechheit ärgerlich und wollten ihn zurechtweisen, doch der Gesandte Allahs – Segen und Friede seien auf ihm – hinderte sie daran. Er nahm den Beduinen mit und brachte ihn zu sich nach Hause. Dort gab er ihm noch mehr Sadaqa (Spenden) und fragte ihn: „Bist du nun zufrieden?“Der Beduine war glücklich und sagte: „Ja! Möge Allah dir gewaltigen Segen geben um meinetwillen und um meiner Familie und Angehörigen willen!“ Dann sagte der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – um das unangenehme Gefühl zwischen dem Beduinen und seinen Gefährten auszuräumen: „Du hast am Anfang das gesagt was du gesagt hast, weil du dachtest, was wir dir gaben sei zu wenig für dich. Es kann sein, daß meine Gefährten aus diesem Grunde dir gegenüber negative Gefühle entwickelt haben. Wenn wir zurückkommen, sag’ noch einmal was du gerade eben gesagt hast, damit diese Gefühle aus ihren Herzen verschwinden.“Als sie zurückkamen an den Ort, wo die Gefährten warteten, wandte sich der Beduine an den Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – und sagte zu ihm: „Möge Allah dir gewaltigen Segen geben um meinetwillen und um meiner Familie und Angehörigen willen!“ Nachdem der Beduine sich verabschiedet hatte, wandte sich der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – an seine Gefährten und sagte: „Was sich da zwischen mir und diesem Beduinen abgespielt hat, ähnelt der Geschichte eines Mannes, dem sein Kamel entlaufen war. Als eine Gruppe von Leuten dem Kamel hinterherliefen, um es einzufangen, scheute es und lief weiter weg. Der Besitzer des Kameles rief den Leuten zu: ,Bitte laßt mich mit meinem Kamel allein! Ich kenne es besser als ihr und ich weiß, wie ich mit ihm umgehen muß.’ Er ging alleine auf sein Kamel zu. Er hob ein paar vertrocknete Datteln auf und lockte damit das Kamel an. Das Kamel kam auf ihn zu und folgte ihm. Er sattelte das Kamel, stieg auf und ritt davon. Ähnlich war das mit diesem Beduinen: hätte ich auf euch gehört, als er jene Worte sagte, wäre dieser bemitleidenswerte Beduine ins Höllenfeuer gegangen.“ (al-Marwazî, Ta´zim Qadr as-Salât, II, 931; al-Haythamî, Majma az-Zawâhid, IX, 160)
siehe http://www.naqschbandi.de/wasistneu.htm