Die „Weltkirche“ – eine Drohung an Andersgläubige ?
Geschrieben von TamLin am 22. April 2005 09:23:
Im Zusammenhang mit der Papstwahl las man immer öfter den Begriff der sogenannten “Weltkirche“, wie die katholische Kirche sich auch selbst versteht.
Doch was mag man von diesem Begriff halten ?
Könnte da nicht auch eine versteckte Drohung hinter stecken ?
Die Kirche bzw. das "unfehlbare" kirchliche Lehramt will laut der Glaubenswahrheit Nr. 370
----"dass alle Völker in die Kirche eintreten sollen".
"Darum kann nicht das Heil erlangen, der trotz seines Wissens, dass die Kirche von Christus in göttlicher Weise gestiftet wurde, sich weigert, sich der Kirche zu unterwerfen, oder dem römischen Papst, dem Stellvertreter Christi auf Erden, den Gehorsam verweigert. Doch gab der Erlöser nicht nur das Gebot, dass alle Völker in die Kirche eintreten sollen, sondern er bestimmte auch, dass die Kirche ein Heilsmittel sei, ohne dass niemand in das Reich der himmlischen Glorie eintreten kann." (S. 237)
Was könnte das bedeuten ?
Z. B. für Europa, das nach dem Willen der Kirche ein römisch-katholischer Kontinent werden soll ?
Der bekannte deutsche Philosoph Karl Jaspers warnte eindringlich, der "biblisch fundierte Absolutheitsanspruch" der Kirchen stehe "ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen"
(Der philosophische Glaube, 9. Auflage, 1988, S. 73).
Doch die Staatsmänner dieser Erde, welche eigentlich die Werte der gegen die Kirche erkämpften Demokratie verteidigen sollen, werfen sich der Diktatur des Heiligen Stuhls an den Hals.
Hier stellt sich gerade in diesen Tagen die Frage:
Wo sind noch wahrhafte Demokraten, welche noch für die Ideen von Freiheit, Menschenrechten und Toleranz einstehen?
Und gibt es wenigstens einen Politiker, der nicht vor der Kirche auf die Knie fällt?