Die Rolle, die die Religion gespielt hat
Geschrieben von Frieden am 27. Mai 2005 10:59:
Die Rolle, die die Religion gespielt hat
Heute bekennen sich rund eineinhalb Milliarden Menschen zu einer von drei Religionen: dem Judaismus, dem Christentum oder dem Islam. Der Judaismus ist die Religion der Juden, die behaupten, Anhänger des Gesetzes Mose zu sein. Die Christen behaupten, Jesus von Nazareth nachzufolgen, den sie als Messias oder Christus ansehen. Die Anhänger des Islam werden als Muslime bezeichnet. Dieses Wort hat eine interessante Bedeutung. In einem Nachschlagewerk wird „Muslim“ wie folgt erklärt: „Der sich Gott unterwirft“ (Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Bd. 16, 1976).
Natürlich behaupten Gläubige all dieser Religionen, ihre Religion sei die richtige. Wir müssen uns jedoch fragen: Warum hat keine dieser Religionen die Menschheit davor bewahrt, in die kritische Lage zu geraten, in der wir uns heute befinden?
Jesus warnte ganz offen: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Matthäus 26:52). Über tausend Jahre lang hat die Christenheit (die Nationen, die sich zum Christentum bekennen) auf das „Schwert“ oder den Krieg vertraut. Selbst heute gehen die Nationen der Christenheit führend darin voran, sich mit allen möglichen Waffen der modernen Kriegführung einzudecken.
10 Jesus sagte zu seinen Nachfolgern auch: „Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:34, 35). Wenn du die „christlichen“ Nationen betrachtest, hast du dann den Eindruck, sie würden einander lieben? Gewiß nicht, denn sie haben im Laufe der Geschichte zahllose Kriege untereinander geführt. Und innerhalb dieser Nationen sind Kriminalität, Bedrückung, Lügen, Betrügen, Stehlen und andere lieblose Handlungen genauso gang und gäbe wie in nichtchristlichen Nationen. Wir können daraus nur schließen, daß diese Nationen nicht aus wahren Jüngern Christi bestehen.
Wie verhält es sich mit den Anhängern des Islam? Wie bereits erwähnt, ist ein Muslim jemand, der von sich sagt, er habe sich „Gott unterworfen“. Sich zu unterwerfen bedeutet, sich jemandem zu fügen oder unterzuordnen. In dem Werk Büyük Islâm Ilmihali (Großer Islamischer Katechismus, von Ömer Nasuhi Bilmen) heißt es: „Was das Wort Islam betrifft, so ist seine lexikalische Bedeutung Gehorsam, Unterordnung, Unterwerfung unter etwas. Im besonderen: ‚Gehorsam gegenüber Gott, dem Höchsten‘.“ Diese Bedeutung ist wichtig. Hätten sich alle Muslime wirklich Gott unterworfen, würde dann unter ihnen nicht eine Atmosphäre des Friedens und der Brüderlichkeit vorherrschen? Wir finden jedoch bitteren Haß zwischen verschiedenen Sekten und beobachten sogar Kriege zwischen muslimischen Nationen. Zweifellos haben sich angesichts dieser Verhältnisse schon viele aufrichtige Muslime gefragt: „Wie viele Muslime unter uns haben sich Gott wirklich unterworfen?“
Frieden