Die Zeit, sich Gott wirklich zu unterwerfen
Geschrieben von Frieden am 08. Oktober 2005 23:00:
Die Zeit, sich Gott wirklich zu unterwerfen
LIEBST du Gerechtigkeit? Haßt du Streit, Zwietracht, Feindseligkeit und Blutvergießen? Tut es dir weh, wenn du siehst, daß sich einige Leute so verhalten, als seien sie besser als Angehörige einer anderen Rasse, einer anderen Religion, einer anderen sozialen Schicht, einer anderen Generation oder als Personen vom anderen Geschlecht? Würdest du dich freuen, wenn alle Menschen wie Brüder und Schwestern in Einheit zusammenlebten? Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, dann hat diese Broschüre eine wichtige Botschaft für dich.
2 Heute leben die Menschen nicht in Einheit, so wie Brüder und Schwestern. Denke nur an deine Nachbarn und an deine Arbeitskollegen. Wie viele kennst du, die wirklich ehrlich sind? Wie vielen kannst du vertrauen? Wahrscheinlich nicht vielen. Kannst du in der Dunkelheit allein durch die Straßen gehen, ohne dich zu fürchten? Würdest du es wagen, nachts zu Bett zu gehen, ohne deine Türen abzuschließen? Die meisten von uns nicht.
3 Und wie steht es mit den Nationen im ganzen? Während Menschen leiden und gesellschaftliche Probleme ungelöst bleiben, kämpfen viele Politiker miteinander um Reichtum und Macht. Während Millionen hungern, geben Regierungen gewaltige Beträge für die Rüstung aus. Unterdessen geht es in den meisten Ländern mit der Wirtschaft immer weiter bergab, und die Leute haben Angst vor der Zukunft.
4 Tatsächlich leben wir in der kritischsten Zeit der Menschheitsgeschichte, und denkende Menschen haben dies erkannt. Vor einiger Zeit untersuchten zwei Autoren verschiedene Probleme der modernen Welt: das Wettrüsten, die Inflation, die Bevölkerungsexplosion, das Versiegen der Bodenschätze, die grenzenlose Industrialisierung, die falsche Ernährung, die Umweltverschmutzung und die Erschütterung des Gleichgewichts der Natur. Sie schrieben ein Buch über ihre Ermittlungen und wählten dafür den Titel Dünya Batiyor Mu? (Geht die Welt unter?; 1975 herausgegeben von Sezer Duru und Orhan Duru in Istanbul, Türkei). Beachte ihre Äußerungen über die Bemühungen der Menschen, ihre Probleme zu lösen.
5 „Maßgebliche Persönlichkeiten, die ständig von bevorstehenden schönen Zeiten und Frieden und Glück reden, führen keine sichtbaren Beweise für ihren Optimismus an. . . . An einem Tag kommen sie in Bukarest zur ‚Weltbevölkerungskonferenz‘ zusammen. Am nächsten Tag reden sie in Rom über das Ernährungsproblem. An einem anderen Tag wird in Stockholm über die Umweltverschmutzung diskutiert. All diese Tagungen und Konferenzen werden von den Vereinten Nationen organisiert. An den Problemen muß also etwas Wahres sein. Aber diese Tagungen und Konferenzen sind meistens lediglich ein Forum, auf dem alle ihre widersprüchlichen Ansichten über wissenschaftliche, politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen zum besten geben.“
6 Kannst du diesen Worten widersprechen? Selbst wenn Experten die besten Absichten haben, erreichen sie anscheinend nur sehr wenig. Es ist so, als würde eine unsichtbare Hand ihre guten Absichten behindern, und unterdessen werden die Zustände in der Welt immer schlimmer. Was ist der wahre Grund dafür, daß sie die heutigen Probleme nicht lösen können?
Weshalb die Fehlschläge?
1 Angenommen, du gehst mit einem Stoff zu einem Schneider und bittest ihn, dir daraus einen Anzug zu nähen. Doch der Anzug, den er dir näht, paßt dir nicht. Der Schneider sagt, dies sei nicht seine Schuld, sondern es liege an der schlechten Qualität des Stoffes, den du ihm gegeben hast. Du kaufst also den Stoff, den er dir empfiehlt, und gehst wieder zu ihm. Er fertigt einen neuen Anzug an, aber auch der paßt dir nicht. Wie oft wirst du zu dem Schneider gehen, bevor du erkennst, daß es nicht am Stoff liegt, sondern beim Schneider selbst?
2 Mit der Menschheit verhält es sich ähnlich. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch viele verschiedene Regierungsformen ausprobiert. Es hat Monarchien, Sultanate, Oligarchien, Diktaturen und Demokratien gegeben. Genau wie ein Kunde, der immer wieder mit einem anderen Stoff zum Schneider geht, hat der Mensch all diese verschiedenen Regierungsformen ausprobiert. Und keine davon hat „gepaßt“. Keine hat die Mehrheit der Menschen glücklich gemacht. Immer wieder hat es Ungerechtigkeiten gegeben. Menschen sind bedrückt worden, und manchmal ist die Mißherrschaft so schlimm gewesen, daß sich die Bedrückten erhoben haben. Doch selbst Regierungsformen, die durch eine Revolution ins Dasein gekommen sind, haben nicht „gepaßt“.
3 Im vergangenen Jahrhundert wurde die Vermutung geäußert, daß die Wurzel der meisten Übel des Menschen wirtschaftlicher Art seien. Ein neues System wurde propagiert, der Kommunismus, und viele Philosophen dachten, er werde Ungerechtigkeit ausmerzen und Frieden herbeiführen. In unserem Jahrhundert sind in vielen Ländern Staatswesen eingeführt worden, die auf der kommunistischen Theorie beruhen. Was ist das Ergebnis? Wir wollen zwar nicht den Kommunismus mit dem Kapitalismus vergleichen oder behaupten, daß einer dem anderen überlegen sei, aber wir müssen doch feststellen, daß es dem Kommunismus genausowenig gelungen ist, die Probleme der Menschheit zu lösen, wie dem Kapitalismus.
4 Er hat nicht einmal Frieden herbeigeführt. In Südostasien haben in letzter Zeit kommunistische Regierungen gegeneinander Krieg geführt, was zu folgendem Kommentar in der New York Times Anlaß gegeben hat:
„Der Konflikt, der sich vergangenes Wochenende von Kambodscha zur chinesisch-vietnamesischen Grenze ausgedehnt hat, sowie die Geplänkel zwischen China und der Sowjetunion liefern den endgültigen Beweis dafür, daß keine Ideologie die Menschen gegenüber ethnischen und rassischen Streitigkeiten oder gegenüber Aggression und Chauvinismus immun macht. Während die Vereinten Nationen ohnmächtig zusehen, riskieren hitzköpfige Regierungen einen größeren Krieg, ohne daß offenkundige wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen. Der schmutzige Nationalismus hat wieder einmal über die Menschheitsfamilie triumphiert.“
5 Was ist der wahre Grund für die Fehlschläge all dieser Regierungsformen? In unserem Beispiel von dem Schneider und dem Stoff wurde schließlich klar, daß der Schneider selbst das Problem war. Ähnlich verhält es sich mit dem Menschen. Er hat so viele verschiedene Regierungsformen ausprobiert, und sie alle sind fehlgeschlagen. Wir müssen daher zu dem Schluß kommen, daß das Problem beim Menschen selbst liegt. Der Mensch ist nicht fähig, sich selbst erfolgreich zu regieren! Vor langer Zeit sagte ein weiser Mann: „Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.“
6 Aber wenn sich der Mensch nicht selbst regieren kann, wer kann es dann? Es gibt nur einen: Gott selbst. Natürlich werden nun Atheisten behaupten, es gebe keinen Gott und es sei daher sinnlos, von einer Herrschaft Gottes über den Menschen zu reden. Aber ihre Schlußfolgerung ist kurzsichtig. Es ist unmöglich, zu beweisen, daß es keinen Gott gibt. Wenn wir dagegen Dinge sehen wie ein Haus, ein Auto oder ein Flugzeug, sagt uns der gesunde Menschenverstand, daß jemand sie gemacht haben muß. Sie können sich nicht selbst gemacht haben. Wenn diese gewöhnlichen Dinge einen Hersteller haben müssen, dann müssen so wunderbare Dinge wie der menschliche Körper, die Erde oder ein Vogel mit seiner Fähigkeit zu fliegen ebenfalls von jemandem gemacht worden sein. Und derjenige, der sie gemacht hat, muß Gott sein.
7 Setzen wir also voraus, daß Gott existiert. Meinst du, daß er damit zufrieden ist, wie sich seine irdischen Geschöpfe aufführen? Wenn du ein Vater wärest, würdest du dich freuen, wenn du sähest, wie sich deine Kinder gegenseitig belügen, betrügen, töten und bedrücken? Natürlich nicht. Daher freut sich bestimmt auch Gott nicht darüber, daß die Menschen, die er auf die Erde setzte, so etwas tun. Das zeigt zumindest, daß sie sich seiner Herrschaft nicht unterwerfen.
8 Heute behaupten zwar viele, Gott anzubeten. Bedeutet das aber, daß sie sich ihm unterworfen haben und ihn als ihren Herrscher anerkennen? Einige Geschäftsinhaber hängen zum Beispiel ein Schild auf, auf dem steht: „Was Gott sagt, geschieht.“ Aber ist dieses Schild eine Gewähr dafür, daß der Geschäftsinhaber dich nicht betrügen wird oder daß er ehrlich seine Steuern zahlen wird — wie Gott es von ihm wünscht? Ebenso sagen viele Staatsmänner, sie würden gewisse Dinge mit der Hilfe Gottes vollbringen. Doch wie viele Staatsmänner handeln wirklich gottesfürchtig? Ist es nicht so, daß in Kriegszeiten Staatsmänner auf beiden Seiten des Konflikts oft der gleichen Religion angehören, oft sogar der gleichen Sekte? Wie könnten Menschen, die sich Gott wirklich unterworfen haben und sich von ihm leiten lassen, gegeneinander Krieg führen?
9 Wenn daher jemand behauptet, er bete Gott an, so ist das noch kein Beweis dafür, daß er sich der Herrschaft Gottes wirklich unterworfen hat. Es läßt sich jedoch nicht leugnen, daß die Religion im Laufe der Geschichte einen großen Einfluß auf die Geschehnisse gehabt hat. In den meisten Ländern sind Könige, Fürsten, Politiker sowie auch das gewöhnliche Volk von ihrer Religion und von ihren geistlichen Führern stark beeinflußt worden. Dadurch erhebt sich die Frage: In welchem Maße haben die Religionen der Welt den Menschen geholfen, sich der Herrschaft Gottes zu unterwerfen?