es gibt und gab immer kleine unterschiede, wenn neue offenbarungen kamen
Geschrieben von nour iman am 30. Oktober 2005 02:50:04:
Als Antwort auf: Warum fasten Muslime wie Moses und Jesus? geschrieben von Ahmet am 27. Oktober 2005 21:29:11:
der friede sei mit dir, lieber ahmet,
>Besteht da ein Zusammenhang?
sicher doch, aber ...
>Wir wissen, dass auch Jesus genauso wie die Muslime fastete (8 Matth.4, 1-2). Wir wissen auch, dass die Juden fasten, um nachzuahmen, was Mose bei seiner langen Abwesenheit auf dem Berg Sinai erlebte (2.Mose 24, 18).
>Das Fasten geht also auf die 40 Tage und 40 Nächte zurück, wo Moses auf dem Berg Sinai verweilte und danach mit zwei steinernen Tafeln (Zehn Gebote) den Berg herunter kam. Auch andere Bibelstellen beschreiben das Fasten (1.Kön.19, 8).
einige der bereits erwaehnten unterschiede sind die 40 tage, die wir muslime so nicht haben. der ramadan hat normalerweise 29 tage, manchmal 30.
wenn der neumond nach ramadan ankuendigt, dass der neue monat beginnt, ist das fasten untersagt. dieser tag ist einer der wichtigsten tage im islam, das sogenannte zuckerfest (im arabischen 'id ul fitr). frauen, die waehrend des ramadan ihre regel hatten und andere, welche zb. aufgrund von krankheit einige tage nicht fasten konnten, sollen dies nachholen, aber eben nicht an diesem tag. am 'id ul fitr gibt es ein spezielles gebet. warum ich das erwaehne? nun, es gibt eine spezielle steuer, genannt zakat ul fitr (siehe link) und bis zu diesem 'id-gebet soll man diese abgabe zahlen.
ein weiterer unterschied zum fasten der frueheren propheten ist, dass wir muslime angehalten sind, morgens vor dem morgengrauen aufzustehen, noch eine kleine mahlzeit zu uns zu nehmen und das tarawih-gebet zu vollziehen.
>Das Fasten während des Ramadan beginnt jeden Tag bei Tagesanbruch und endet unmittelbar bei Sonnenuntergang. Während des Fastens dürfen Muslime weder essen noch trinken. Vor dem
das fasten ist umfangreicher als nur nicht-essen und nicht-trinken. wenn wir fasten, fastet der magen, die augen, die ohren, der mund. dh. wir sollen es auch meiden verbotene dinge zu betrachten, den schlechten reden der menschen zu lauschen und sowieso nichts schlechtes sprechen.
>Ahmet
frieden.
nour iman
>O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren (u. a. Jesus). Vielleicht werdet ihr (Gott) fürchten. [2:183] Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr es (nur) wüßtet! [2:184] Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur'an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) - Gott will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen - damit ihr die Frist vollendet und Gott rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein. [2:185] Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. [2:186] Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Gott weiß, daß ihr gegen euch selbst trügerisch gehandelt habt, und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. So pflegt nun Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Gott für euch bestimmt hat. Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Gottes, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Gott den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten.