Re: Bilderverbot – JA oder NEIN.?

Die Ewige Religion

Geschrieben von TheDevil'sAdvocate am 19. Februar 2006 15:52:

Als Antwort auf: Bilderverbot – JA oder NEIN.? geschrieben von GUSTAV STAEDTLER am 15. Februar 2006 20:48:

>!!!. GOTT IST REINSTER GEIST.!!!

Das ist bereits ein "Gottes-bild"!

>Als aufgeklaerter Mensch sollte man eigentlich in der Lage sein das Bilderverbot des Islam zu verstehen, zu respektieren und zu akzeptieren, da es ja in erster Linie dazu dient ein Bild Gottes oder die Darstellung Gottes zu unterbinden und dadurch geistig irrefuehrenden Bilderkult und Idolismus zu verhindern.

Dementsprechend hat die Aufregung über die sogenannten Mohammed-Karikaturen nur im entferntesten etwas damit zu tun, denn sie sind wohl kaum einem Bilderkult/Götzendienst förderlich. Und wenn der gläubige Mensch fest in seinem Glauben wäre, würde er sich nicht über Ungläubige "aufregen" und solch ein Spektakel veranstalten. Nein, stattdessen wurde beigepflichtet Gott wäre durch Abbildungen jeglicher Art verletzt und verärgert, als ob Gott Minderwertigkeitskomplexe hätte. (Eine Absurdität sondersgleichen, wenn die gleichen Menschen behaupten dieser Gott sei Allmächtig, Allgegenwärtig und Allwissend.)

Auch hier herrscht wieder ein bestimmtes "Gottes-bild" vor - die eines rachsüchtigen, zornigen Gottes der auf Teufel komm raus seinen Willen durchgesetzt bekommen will von seinen Anhängern.Und diese sind nur allzu bereit diesem vermeintlichen Gott zu Diensten zu sein, indem sie herum- randalieren und ihre heiligen Büchern herumwedeln, aber weniger aus Liebe zu ihrem Propheten und ihrem Gott, sondern eher aus Angst ihr Gott könne sich über sie erzürnen, wenn sie nicht ihren Mißmut zur Schau stellen.

Für einen aufgeklärten Menschen stellt sich da die Frage wie Aufgeklärtheit mit deinem Beitrag, sowie Überzeugungen vereinbar ist, zumal deine Worte ebenso nicht an "Beleidigungen" Andersdenkender mangeln.

Sicherlich stimme ich mit überein, dass eine Verunglimpfung eines Andersdenkenden, bzw. Gläubigen bedenklich ist, im Sinne gegenseitiger Aktzeptanz und eines friedlichen Zusammenlebens aller. Solange aber Menschen glauben die ganze Wahrheit für sich gepachtet zu haben, die einzig wahre Religion auszuüben, den einzig wahren Gott zu huldigen, oder die einzig richtige Interpretation irgendeines heiligen Textes zu besitzen, wird es stets zu Konflikten kommen.

Somit ist es für mich keine Frage mehr ob man "Gott" abbilden sollte, oder nicht sondern ob es überhaupt möglich wäre, bei etwas so allumfassenden. Alles worauf die Gebote des nichtabbildens hindeuten ist, dass es nicht möglich wäre, da man stets etwas ausser acht lassen würde.Es wäre nie voll-kommen. Es wären in der Tat Götzen, die man selbst erschaffen hätte und diese auch noch unsinnigerweise anbeten würde. Solange Menschen sagen Gott ist dies aber nicht das, hier aber nicht dort, Geist - Materie, etc, werden Gottesbilder/Götzen unserer Denkweisen beherrschen und wir werden blind durch die Gegend stolpern, unseren Nachbarn verachten, Andersdenkende verspotten und uns in irgendeinem Recht währen.

mit freundlichen Grüßen,

TheDevil'sAdvocate


Jeder Akt ist ein Akt der Selbstdefinition. Alles was man dekt, sagt unds tätigt deklariert:"Das bin ich!"






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