Re: Von der Sinnlosigkeit Gottes

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 04. Dezember 2000 18:36:12:

Als Antwort auf: Re: Von der Sinnlosigkeit Gottes geschrieben von AS am 30. November 2000 02:25:19:

Hallo AS,

Weisst Du, ich frage mich bei Dir, was Du eigentlich zum Ziel gesetzt hast. Brauchst Du unbedingt eine Bestätigung, dass ich dir sage, Gott gibt es nicht? Ich lebe halt mit Gott, und kann diesen nicht einfach ignorieren. Ich sehe halt im Leben anderer und in mir die Beziehung zu Gott. Wenn Du das nicht akzeptieren kannst, dann soll das für Dich so bleiben. Ich akzeptiere deine Meinung auch. Wer weiss, vielleicht findest Du auch einmal den Draht zu Gott.

Ich gehe auch gerne mit Dir einig, wenn Du sagst, die Religionen gehen den falschen weg (morden, foltern, verbrennen). Aber das hat alles nichts mit Gott zu tun. Ich versuchte Dir, glaub ich, schon am Anfang zu sagen, dass ich den Gottes Willen nicht in dem sehe, was Du mir die ganze Zeit vorgeworfen hast. Ich fühle mich als Bekenntnisloser auch nicht betroffen. Das waren nun mal Taten von Gruppierungen, die scheinbar von Gott sehr weit entfernt waren. Wenn du das nicht erkannt hast, dann tust Du mir leid.

Ich unterwarf mich halt nie diesen Religionsgründer (Kalifen, Kaiser, Päpste, Gurus), sondern ich lese selbst in den Schriften nach, was von Gott gewollt ist. Dabei ist es unübersehbar, dass Gott nicht möchte, dass man nach ihm sucht, sondern sich ihm hingibt und einfach darauf achtet, seinem nächsten und Gott nicht zu schaden. Das ist die Urbotschaft, die auch in den Evangelien durch Jesus verbreitet wird.

Ist es nicht so, dass Jesus nicht die Tradition oder neuen Rituale der Pharisäer, sondern alleine die Gebote als Göttliches Gesetz lehrte, wie es schon alle anderen Propheten getan hatten? Das heisst doch, alles was im damaligen Gesetz (Thora) stand war für den Menschen verbindlich, nicht aber was die Menschen selber als Gesetz und Rituale neu geschaffen haben. Die Pharisäer sind da das Beste Beispiel aus der Bibel. Sie sind die Schriftgelehrten der Zeit Jesu. Sie waren diejenigen, die das Gesetz verwalteten und Kommentare und Auslegungen über das Gesetz schrieben. Jesus warnte die Menschen vor den Pharisäern, weil diese nicht mehr nach dem Ursprung (Göttlichen) lebten.(Mt 22,34-40)

34 Als aber die Pharisäer hörten, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander.
35 Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach
36 Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz?
37 Er aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand
38 Dies ist das größte und *erste Gebot (erste Tafel).
39 Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
40 An diesen *zwei Geboten (zwei Tafeln) hängt das ganze Gesetz und die Propheten

Und zudem wird von den falschen Propheten gewarnt. Diese falschen Propheten sind meiner Meinung nach schon seit dem Jahre 666 am wirken. Der Seher von Patmos hat das ja sehr genau beschrieben.

15 Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.
18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen.
19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
23 Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!

Schau dich doch einmal um, genau das ist heute überall zu beobachten....

Also, es kommt nicht darauf an, welchen Glauben Du bekennst, es kommt drauf an, wie Du gegenüber deinen Mitmenschen handelst. Mehr musst Du über Gott nicht wissen! Wer diesen Sinn nicht erkennt, der sieht in Gott die Sinnlosigkeit.
Gruss
Ahmet





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