Re: Machen wir doch ein Bildnis

Ursprünge der Religionen

Geschrieben von Ahmet am 10. April 2000 21:15:19:

Als Antwort auf: zu den Beitraegen siehe unten geschrieben von huhngesicht am 07. April 2000 00:33:37:

Hallo Huhngesicht, Hallo Tina,
Zum Thema Emotion und Gebote muss ich nicht mehr viel sagen, denn ihr beide (ich möchte Euch nicht angreifen), vor allem Du Tina, auch wenn ihr es nicht ganz begreift wie ich es meine, handeln tut ihr bereits so, wie ich es meine (Nach Eurem Herzen!). Das Bewusstsein ist bei Euch voll da und ihr könnt sehr gut unterscheiden zwischen dem was gut ist und dem, was nicht gut ist. Ich möchte damit nur sagen, das alles verändert werden kann, aber im Kern sich doch nichts ändert. Ich möchte an den Geboten nicht festhalten. Das ist nicht meine Art. Sonst würde ich gar nicht in anderen heiligen Schriften (wo auch Sonderfälle beschrieben sind) oder im zur Zeit gültigen Gesetzbuch lesen. Aber meine Erfahrung aus den Studien anderen Schriften haben gezeigt, dass die Gebote das verkörpern, was im Herzen ausgelöst wird. Und das ist im Kern immer gleich. Ich möchte nun dieses (Eltern-Story) Gebot zum zweiten mal auslegen. Es heisst: "Du sollst Vater und Mutter ehren" Das heisst, Du sollst gegenüber Vater und Mutter selbstbewusst oder ehrlich Handeln. Was ist den daran nun fragwürdig? Wenn es etwas gibt, das die Eltern nicht gut machen, soll man trotzdem ehrlich und selbstbewusst handeln! Das kann doch auch gegen Vater und Mutter geschehen, oder nicht? Es ist doch nur der Kern der ganzen Geschichte. Und das können wir ja nicht ändern.

Um ein Beispiel zu machen, wollen wir nun ein Bildnis schaffen (ist aber nicht verbindlich!). Alle Religionen sprechen vom letzten Gericht. Nehmen wir nun mal an, das letzte Gericht findet statt und alle müssen nun am Himmelstor über einen schmalen Balken(Brücke) eine tiefe Schlucht überqueren. Jeder wird einzeln aufgeboten über diese Brücke zu balancieren. Dabei wird jeder bewusst im Herzen nach seinen Taten geprüft. Das heisst jedem wird Bewusst, was er in seinem Leben getan hat. Ich glaube, genau da wird unser Gewissen aktiv und wenn wir etwas schlechtes gemacht haben, so verlieren wir das Gleichgewicht und fallen runter. Wenn wir aber gut gelebt haben, so wird das gute Gewissen keine Angst auslösen und die Hürde wird geschafft. Nun der Punkt ist bei dieser Inneren Prüfung. Ich glaube nicht, dass jener Mensch, der im Kloster war bessere Chancen hat über diese Brücke zu gelangen als ein Anderer. Ich glaube auch nicht, das jener der Vegetarier war und andere dabei nicht akzeptierte besser da steht. Ich glaube auch nicht, das Jener, der seiner Familie gegenüber nicht ehrlich (ehrenhaft) war die Hürde schafft. Ich glaube auch nicht, das jener die Brücke überqueren kann, der jemandem eine Vorstellung(Bild) von Gott einredet, um Macht zu erlangen. Hast Du kapiert, wie ich das meine? Es ist doch so, als würden die Zehn Gebote, Eines nach dem Anderen wärend der Überquerung gefragt. Da werden meiner Ansicht nach die Grundwerte des Menschen befragt. Je mehr gutes man für seinen Nächsten getan hat, um so mehr wird das eigene Gewissen gestärkt. Wenn man aber nur einmal etwas schlechtes getan hat, so ist das Gewissen getrübt und die Innere Sicherheit gestört. Ich hoffe nun, das ich die Zehn Gebote näher bringen konnte.

Etwas möchte ich noch hinzufügen. Es ist sehr schön, mit Leuten wie Euch zu kommunizieren. Ihr gebt mir weitere mögliche Ansichten, die mich auch wieder sehr mit Wissen bereichern. Vielen Dank auch für Eure grosse Toleranz.
Gruss
Ahmet




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