Re: An Gott zu glauben ist absoluter Schwachsinn!
Geschrieben von Ricky am 11. April 2002 11:10:57:
Als Antwort auf: An Gott zu glauben ist absoluter Schwachsinn! geschrieben von Niels Möller am 09. April 2002 13:31:30:
Hallo, Niels,
>Immer diese dämlichen Diskussionen zu Existenz Gottes.
Wenn Du auf einer sachlichen Diskussion bestehst, solltst Du Wertungen in Deinen Aussagen meiden.
>Diese Diskussionen würde es nicht geben wenn die Leute, die an Gott glauben,
>endlich einsehen würden, das das Blödsinn ist.
Du schreibst es selbst: Sie GLAUBEN daran. Und "glauben" und "einsehen" sind sprachlogisch nicht zu vereinbaren.
>Diese nervige Ignoranz der Gläubigen, wenn diese nur ein klein wenig
>Naturwissenschaftlich denken würden,
Nun, so ganz weit her scheint es mit Deiner Wissenschaftlichkeit auch nicht zu sein, wenn Du "glauben" und "einsehen" einfach in einen logischen Zusammenhang bringen willst ;-)
>denn wüssten sie das es kein Leben nach dem Tod oder einen Gott gibt.
"Wissen" kann man das nicht. Vermuten kann man es, oder sogar für wahrscheinlich erachten. Ja. Aber nicht wissen. Und bedeutende Naturwissenschaftler wie John Eccles (Nobelpreisträger!) sind durchaus des Glaubens, daß es eine "Existienz" (z.B. des Bewußtseins) nach dem Tod geben könnte.
>Wenn der Mensch stirbt, dann stirbt ein Organismus, es sterben Nervenzellen
>und die Zellverdoppelung hört auf und dann ist der Mensch Tod und damit auch
>sein Gehirn!!
Da hast Du Recht. Aber es gibt in Forscherkreisen durchaus die Hypothese, daß es ein vom Körper unabhängiges Bewußtsein geben könnte. Ich selbst habe daran Zweifel. Aber das bedeutet nicht, daß MEINE Zweifel die Wahrheit sind.
>Mensch, da kann doch gar nichts nach dem Tod kommen, völliger Quatsch!!!
Wie gesagt, Du bist nicht auf dem neuesten Stand der Forschung. Insbesondere der Neurologe Dr. Sam Parnia von der Universität Southampton hat da eine ganze Welle von Mutmaßungen und Hypothesen angestoßen. Man kann (und MUSS!) sie skeptisch beurteilen und prüfen, aber das alles so locker mit einem Spruch wie "das ist unwissenschaftlich" auf den Lippen vom Tisch zu fegen, zeugt keinesfalls von einem sehr wissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Standpunkt. Du scheinst eine "Wissenschaft aus dem Bauch" zu präferieren... ;-)
>Aber solange das Kirche und gläubige nicht einsehen wollen, wird es diese
>Diskussionen leider noch eine Zeitlang geben.
Wie gesagt, es hat mich Einsicht nichts zu tun. Erstens sind all diese Fragen wissenschaftlich ungeklärt, und zweitens siehe oben ("glauben" und "einsehen").
>Der Glauben dieser beiden Parteien setzt sich doch, bei der Kirche durch
>Machterhaltung
Daß es der Kirche und allen religiösen Institutionen um Macht geht, ist nun wahrlich keine Neuigkeit, die Du uns da erzählst ;-) Lies mal die Bücher von dem großen Kirchenkritiker Karlheinz Deschner.
>und bei den Gläubigen durch totale Ignoranz zur Wissenschaft, zusammen.
Auch das ist pauschal. Ich glaube nicht, daß Du der atheistischen oder agnostischen Sache einen Dienst erweist, wenn Du so pauschal und undifferenziert um Dich haust.
Gruß
Ricky
Übrigens: ich bin Atheist (was aber nicht heißt, daß ich unspirituell bin, ich staune z.B. immer wieder über die UNERKLÄRLICHKEITEN der Natur ;-)), und habe Mathematik als Hauptfach in Darmstadt und Philosophie als Nebenfach in Frankfurt/Hagen studiert. Das nur, damit Du mir kein fehlendes "naturwissenschaftliches Denken" unterstellst (was ist das überhaupt? ;-))