Re: Wort und Bild - Erfahrung und Verhärtung
Geschrieben von Ahmet am 03. Dezember 2002 21:14:26:
Als Antwort auf: Re: Wort und Bild - Erfahrung und Verhärtung geschrieben von Peter am 30. November 2002 16:52:01:
Hallo Zusammen
Ihr habt über meine Meinung betreffend des Bildes gepostet.
>>Ahmed legt wert darauf, man soll sich kein Bild von Gott machen. Dennoch reden
>>wir aus unseren Erfahrungen und Meinungen über Gott, und dies sind auch
>>Bilder.
>Ich weiß nicht, wie Ahmed das meint, er kann es ja mal posten. Überhaupt
>könnten mal ein paar mehr als nur wir beide hier posten, oder ist hier
>Urlaub "angebrochen"? ;-)
Mit dem Wort "Bild", so wie es aus der semitischen Sprache (Aramäisch, Hebräisch oder Arabisch) stammt und in der Bibel vorkommt, verstehe ich auf Deutsch übersetzt das Wort Gedanke bzw. Plan.
Jeder Mensch macht seine Gedanken und Pläne. Auch über Gott. Das ist ja kein Problem. Ich sehe das erst als problematisch, wenn derjenige seine Gedanken bzw. Pläne anderen Menschen Verbindlich machen würde.
Es gibt eben Menschen, die machen sich Gedanken über die heilige Schrift und veröffentlichen dann: Der Mensch sei ein Ebenbild Gottes. Päpste vertreten diese Meinung. Wenn wir aber die Stelle in der Bibel genauer betrachten, heisst es in 1.Mose27: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie". Also semitisch gesehen heisst das nicht, dass der Mensch ein ebenbild Gottes ist, sondern ein Plan Gottes. Genau so das zweite der Zehn Gebote.
Erfahrungen sind keine Bilder im biblischen Sinn.
Gruss
Ahmet