Warum essen Muslime Hasen?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 09. Februar 2005 18:36:07:

Hallo Nour Iman,

Nun, um auf die Frage zu den Speisegeboten zurückzukommen möchte ich zuerst eine Einleitung aus dem Koran wiedergeben.

Wenn jemand um ca. 600 n. Chr. vor Dir steht, und folgende Suren rezitiert, was verstehst Du dann unter dem Wort "Buch" oder "Schrift"? Bedenke dabei, dass der Koran noch nicht als Buchform existent war.

(Koran 2:174) Diejenigen, die verbergen, was Gott von dem Buch herabgesandt hat, und es um einen geringen Preis verkaufen, diese verzehren in ihren Bäuchen nichts als Feuer. Und Gott wird zu ihnen am Tage der Auferstehung weder sprechen noch wird Er sie läutern; und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (175) Sie sind es, die den Irrtum für die Rechtleitung erkauft haben und die Strafe für die Vergebung. Wie können sie dem Feuer gegenüber standhaft sein!(176) Dies geschieht darum, weil Gott das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat. Und diejenigen, die sich über das Buch streiten, befinden sich gewiß in großer Feindschaft.

(Koran 5:1) O ihr, die ihr glaubt, erfüllt die Verträge. Erlaubt ist euch jede Art des Viehs, mit Ausnahme dessen, was euch (in der Schrift) bekanntgegeben wird;......

(Koran 5:5) Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und ehrbare gläubige Frauen und ehrbare Frauen unter den Leuten, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr......

Kann es nicht sein, dass sich Gläubige damals an die vorangegangene Thora und die Evangelien hielten? Das gilt doch dann auch für die Speisegebote. Oder nicht? Natürlich war es so, dass die Pharisäer die Speisegebote mit weiteren strengen Regeln erweiterten. Um den Unterschied der Erweiterung, die noch heute in der Talmud (einer Ergänzung bzw. einem Kommentar zur Thora) nachlesbar sind, auf die Spur zu kommen, kann man im Koran folgendes lesen:

(Koran 6:146) Und den Juden haben Wir alles Getier untersagt, das Krallen hat; und von den Rindern und vom Kleinvieh haben Wir ihnen das Fett verboten, ausgenommen das, was an ihrem Rücken sitzt oder in den Eingeweiden oder mit den Knochen verwachsen ist. Damit haben Wir ihnen ihre Auflehnung vergolten. Und siehe, Wir sind Wahrhaftig.

Und tatsächlich, in der Thora gibt es kein erweiterndes Gebot wie dieses.

Wusstest Du, dass von den Christen bis ca. 330 n. Chr. die Speisegebote (5Mo14, 3-21) gehalten wurden? Erst durch das Konzil von Nicäa wurde durch den römischen Kaiser das Speisegebot aufgehoben. Jesus hatte also nie das Gebot abgeschafft!

Ich persönlich sähe es dann für mich nicht richtig, unter "was mir offenbart worden ist", die Evangelien und die Thora zu ignorieren. Natürlich soll es kein Verbot sein, auch in der Not wird es kein Problem sein. Aber als Gebote finde ich es sehr klar gegeben.

(koran 6:145) Sprich: "Ich finde in dem, was mir offenbart worden ist, nichts, was einem Essenden, der es essen möchte, verboten wäre, es sei denn von selbst Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch - denn das ist eine Unreinheit oder ein Greuel, worüber ein anderer Name als der Allahs angerufen worden ist." Wenn aber jemand durch Not (dazu) getrieben wird und dabei keine Ungehorsamkeit oder Übertretung begeht, dann ist dein Herr Allverzeihend, Allbarmherzig.

Sehe ich da etwas falsch? Dann bitte lass es mich wissen
Bis dann....
Gruss
Ahmet




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