Re: KORAN und BUCH Jesaia
Geschrieben von Klaus am 23. Februar 2005 14:26:
Als Antwort auf: schmuck ist, was schmueckt, was schoen macht oder erscheinen laesst? geschrieben von nour iman am 17. Februar 2005 23:06:51:
Guten Tag,
>(Koran 24:31) Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget.
Ich bin Orientalist und lebte einige Jahre in Saudi Arabien. Ich habe die Konversation hier verfolgt.
Die islamischen Gelehrten gehen bei diesem genannten Vers 24:31 ganz klar von den Reizen aus. Das heißt, das Wort "Schmuck" wurde unterhalb der Gelehrten als "Reize" übersetzt.
Daran gibt es im Islam auch nichts zu rütteln. Jedoch kann man sprachwissenschaftlich tatsächlich davon ausgehen, dass hier der tragbare Schmuck gemeint ist, weil....
a - die Rede von einem "Tragbaren Schmuck" ist, der so im Koran auf arabisch als Gegenstand verstanden werden kann.
b - die Stelle " Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird" nur mit diesem Zusammenhang sinnvoll ist (klirren).
c - schon die Bibel (Jesaia) darüber berichtet (klirren) und die Muslime den selben Gott anbeten.
Jessaia 3,16 Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions hochmütig sind und mit hochgerecktem Hals dahergehen und verführerische Blicke werfen, [weil sie] trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren: 3,17 deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions grindig machen, und der HERR wird ihre Stirn entblößen. 3,18 An jenem Tag wird der Herr wegnehmen den Schmuck der Fußspangen und Stirnbänder und Halbmonde; 3,19 die Ohrgehänge und Armketten und Schleier; 3,20 die Kopfbunde und Schrittkettchen und Gürtel und Riechfläschchen und Amulette; 3,21 die Fingerringe und Nasenringe; 3,22 die Prachtkleider und Mäntel und Umschlagtücher und Beutel; 3,23 die Handspiegel und Hemden und Turbane und Überwürfe. 3,24 Und es wird geschehen, statt des Wohlgeruchs wird Moder sein und statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze und statt des Prunkgewandes ein umgürteter Sack, ein Brandmal statt Schönheit. 3,25 Deine Männer werden durchs Schwert fallen und deine Helden im Krieg. 3,26 Da werden ihre Tore klagen und trauern, und vereinsamt sitzt sie am Boden.
Was AHMET schrieb paßt gut mit dem Bibelgedanken überein. Es ist aber nicht die typische Außage von einem Muslim.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus