Der Weg zu Gott ist nicht der Spirituelle!
Geschrieben von Ahmet am 02. März 2005 21:56:50:
Als Antwort auf: Re: Muss fr dich eine Frau ein Kopftuch tragen? geschrieben von Emilia am 01. März 2005 00:10:
Hallo Emilia,
Emilia : Die Frage, die für mich offen bleibt ist, warum die Religionen so wenig Einfluss auf das menschliche bzw. spirituelle Wachstum haben, wo sie doch (aus meiner Sicht) alle (Religionen) spirituelle Wahrheiten und Wachstumspotentiale in sich tragen.
Der schwache, machthaberische Mensch hat sich selbst in die Stapfen Gottes gestellt und so den Respekt zum Schöpfergott verloren. Denn was der Mensch, der sich selbst als Vertreter Gottes gab, an die Mitmenschen verbreitete, konnte sich nicht positiv auf die Menschheit auswirken.
Schon die Umfunktionierung einer (Natur)gesetzes Religion in eine spirituelle Religion führte zu einer ganz anderen Sichtweise, die nichts mehr mit dem Ursprung zu tun hatte.
Wo doch Gott uns die Zehn Gebote als Grundlage zum irdischen Leben gab, suchte der Mensch nach einem spirituellen (unrealen) Weg im Glauben. Dabei wäre es doch ganz einfach verständlich. Jesus wehrte sich gegen die Tempelreligion. Akzeptierte keine Vertreter Gottes. Als einzig wichtiges im Leben wies Jesus auf das göttliche Gesetz hin.
(Mt 22, 36) Tempelpriester: Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz? (37) Er (Jesus) aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand (38) Dies ist das größte und erste Gebot (erste Tafel). (39) Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (40) An diesen zwei Geboten (zwei Tafeln) hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Was aber die Menschen daraus machten, wandte sie ab vom rechten Glauben. Stattdessen suchten sie nach Hinweisen, wo der Messias in der Schrift offenbart worden sein soll. Sie suchten nach einem spirituellen Jesus, der nie als Mensch existiert haben sollte, obwohl der Weg zu Gott durch ihn ganz klar gegeben war.
Emilia: Aber trotzdem beschäftigen sich doch Millionen Menschen mit Gott, lesen heilige Schriften und können es doch nicht verinnerlichen.
Solange der spirituelle Weg eingeschlagen wird, werden wir Menschen noch lange herumirren und Gott keinen Gefallen tun. Um den wahren Willen Gottes verinnerlichen zu können, muss jeder Mensch selbst für sich handeln. Denn Gott spricht nicht Gruppen oder Religionen an. Er spricht die ganze Menschheit an. Er wird mit jedem einzelnen Menschen selbst abrechnen.
Ich glaube, als Grundlage dienen hier die Zehn Gebote. Wer diese kennt und auch wirklich lebt, der wird sein Haupt vor Gott nie senken müssen.
Leider kann kaum jemand die Gebote aufzählen. Sie gerieten ja völlig in den Hintergrund der Religion. Unwichtige kulturelle (Kopftuch, etc.) oder spirituelle (Zöllibat, etc.) Rituale und Praktiken wurden vor das Gesetz Gottes gestellt.
Gruss
Ahmet
Dabei hätten wir doch den Himmel auf Erden, würde überhaupt noch jemand die Zehn Gebote leben. Im Link erfährst Du, wie die Welt dann aussehen würde: