Re: Ursprung und Ziel von Religion

Die Ewige Religion

Geschrieben von kohle am 15. April 2005 23:56:

Als Antwort auf: Re: Ursprung und Ziel von Religion geschrieben von Emilia am 15. April 2005 07:25:

>>Der Ursprung der Religionen ist das Ziel innerer Sehnsucht
>
>>Wir suchen den Frieden, weil wir uns im Krieg befinden. An unseren Feinden erkennen wir unsere eigenen Hindernisse, die den gesuchten inneren Frieden versperren. Vor ihnen weichen wir aus, vertreiben sie und flüchten vor ihnen. Doch unsere inneren Hindernisse gebären ständig neue Feinde. Dieses Leben ist ein sprudelnder Quell des Kampfes.
>>Es gibt einen anderen Lebensweg, den Weg der geöffneten Hand anstelle einer geballten Faust. Er löst die Härte in uns. Da sind zum einen Spannungen durch Ängste und Aggressionen, zum anderen werden innere Widerstände aufgebrochen.
>>Das Auflösen von Angstspannungen befreit Energien, die wir dann als Liebesstrom in uns empfinden. Das Aufbrechen von Widerständen dagegen ist schmerzlich. Letztlich sind diese Widerstände verkrustete Angstspannungen. Im gewöhnlichen Leben weichen wir solchen Zerbrechungssprozessen mit Verdrängung und Verschiebung aus. In der Berührung durch das geistige Licht ist es jedoch möglich, diese Zerbrechung bewusst anzunehmen und zu leben. Diese bewusste Wachsamkeit ist ein Geschenk und wird in den Religionen als Gnade bezeichnet. Es ist das Schwert, welches in den Krieg allen Übels gestoßen wird, nämlich in die Verknotungen unserer eigenen Widerstände. Das bewusste Leben dieses Schmerzes bringt unsere verhärteten Persönlichkeitsstrukturen zum Fließen. Es fließt dann ein Liebesstrom, welcher die Trümmer unserer zerbrochenen Widerstände hinwegspült.
>>Das Schwert und die Liebe arbeiten Hand in Hand, um Mensch und Menschheit von ihren selbst verursachten Kriegen zu befreien. Diese Bewusstwerdung vermittelt uns nur eine tief verborgene innere Sehnsucht im Herzen. Sie ist der leuchtende Schlüssel in der Tür unserer manipulierten Persönlichkeit.
>>meint
>>kohlchen


>Hallo Kohle!
>Ein paar Fragen zu Deinen Beitrag:
>Wie definierst Du Begriffe wie - geistiges Licht, Liebesstrom, das
Schwert und die Liebe etc. und in welchen Zusammenhang siehst Du
sie?
>Aufbrechen von Ängsten und Wiederständen ist ein abstrakter Begriff.
>Wie sieht das in Deiner tägliches Lebenspraxis aus? Danke.
>Gruß Emilia

Hallo Emilia,

Hinter den verwendeten Begriffen stehen eigene Empfindungen, die zur Ruhe gekommen, als Intuition auftauchen. Wenn Du solche Erfahrungen nicht kennst, dann wirst den Satz so nicht verstehen können. Deshalb werde ich etwas konkreter. Die Eindrücke in meinem Leben empfinde ich unter anderem auch in der Literatur und in Gesprächen wieder. Die Dabei fallenden Begriffe kennzeichnen dann meine Erfahrung, meine Empfindung, meinen Zusammenhang. Das ist ein sehr lebendiger Dialog, über den auch zum Dichten gekommen bin. Das also zu Deiner frage, WIE ich definiere. Es sind also rein individuelle Definitionen. Manchmal springen sie über, manchmal verhallen sie. Wer diesen Austausch versteht, arbeitet ähnlich wie ich. Nämlich indem er/sie die Definitionen auf sich einwirken lässt und das Verstehen selbst aus sich produziert.

>Aufbrechen von Ängsten und Wiederständen ist ein abstrakter Begriff.
>Wie sieht das in Deiner tägliches Lebenspraxis aus? Danke.

Mein Beitrag oben ist die Einleitung zu einem Buch „ Schöpfung aktuell“, das ich 2003 schrieb, und welches Du Dir kostenlos herunterladen könntest. Dort sind ein paar Antworten auf Deine Frage aus Sicht der Schöpfung. Aber Du möchtest ja eine konkrete Antwort von mir:

Merkmale meines Naturells waren sehr stark und sind es auch noch, Ängste; Leidenschaft u.a.. Vor über 10 Jahren begegnete ich diesen Neigungen mit Yoga und Meditation. Das linderte und tröstete, aber es griff nie die Wurzel in mir an. Erst das Lesen des NT danach brachte mir Zugang zu einer neuen Dimension in mir, die Christus heißt.
Damit baute sich eine Plattform in meinem Leben auf, die meine Ängste und Widerstände OHNE mein Zutun beobachtet und angreift.
Nach diesem Vorspann, nun meine konkrete Antwort:

Ich lebe mein ganz normales Leben, aber mit beiden Füßen stehe ich auf der „Plattform“. Dadurch offenbaren sie meine Ängste und Widerstände, sie projizieren sich in mein Umfeld, werden konkret. In Lebenshaltung auf der Plattform kann ich dann Ängste und Widerstände leben und anschauen. Bin ich unaufmerksam verliere ich diese Neutralität und die Ängste und Widerstände prügeln mich durch. Beides die Aufmerksamkeit und die Unaufmerksamkeit sind wichtige Erfahrungen für meine Seele. Hinfallen und Aufstehen, das ist der Weg. Hinfallen geschieht von allein. Aufstehen ist sehr mühsam, aber auf der Plattform immer möglich.

Soweit erst mal

kohlchen





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