Vom Christlichen Streit zum Frieden Gottes

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 30. April 2005 20:52:09:

Als Antwort auf: Warum gibt es geschrieben von Rudolf am 27. April 2005 21:21:

Hallo Rudolf,

Willkommen im Forum. So, wie ich Dich verstanden habe, möchtest Du meine Meinung hören, warum es den Islam gibt. Ich habe die Evangelien und den Koran gelesen und kam auf folgendes Szenario, dass sich damals abgespielt haben muss. Aber es soll nur ein Denkanstoss sein. Als Grundsatz gilt, zu akzeptieren, dass in der Bibel der gleiche Gott zur Menschheit spricht, wie im Koran, nämlich der SCHÖPFER unserer Welt. Vom Islam wird das auch so bestätigt.

Also legen wir los. Auch hier machen wir eine Zeitreise in die Vergangenheit. Wie wir schon aus der Bibel und dem Koran kennen, hat sich Gott der Menschheit mehrmals offenbart. Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed haben entweder direkt oder über einen Engel mit Gott kommuniziert. Da alles in schriftlicher Form zu finden ist, möchte ich meine Erklärung mit Zitaten aus den Schriften begleiten.

Einige Bibelstellen zeigen klar, was Gott von uns Menschen möchte. Da müssen wir auch anfangen, um den Zusammenhang Christ und Muslim zu verstehen. Als Moses fragte, welchen Namen Gott habe, da bekam er folgende Antwort:

2Mo 3,14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: [Der] `Ich bin' hat mich zu euch gesandt.

Es gab also schon immer nur diesen einen, namenlosen Gott. Wie wir ebenfalls aus der Bibel ersehen können, hat Moses auch die Gebote empfangen mit folgender Aufforderung:

2Mo 24,12 Und der HERR sprach zu Mose: Steig zu mir herauf auf den Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen Tafeln, das Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen!

Diese Zehn Gebote sind die Grundlage des Glaubens. Und Gott sagte auch, das Gesetz soll in Ewigkeit gültig sein.

5Mo 13,1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen.

Dann aber geschah es, dass die Schriftgelehrten, welche als Pharisäer bekannt waren (heutige Juden), begannen das Wort Gottes zu verändern. Jesus hatte das nicht nur bemerkt, sondern kritisierte die Pharisäer mit lauten Worten:

Mt 15,6 und ihr habt [so] das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.

Mt 15,9 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.

Diese „Menschengebote“ sind die heutigen „Ergänzenden Schriften“, wie z.B. die Talmud usw.

Der Tempel, das Haus Gottes wurde von den Heuchlern, so nannte Jesus die Tempelpriester, zu Handelsplätzen gemacht. Deshalb gab es eines Tages folgenden Vorfall:

Mt 21,12 Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.

Die Aufgabe von Jesus, die er von Gott bekommen hatte, war also, die Lehren der Väter in Erinnerung zu bringen. Den Bund zu bewahren, den Abraham bereits mit Gott geschlossen hatte. Den ewigen Bund mit Gott!

1Mo 17,7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch [alle] ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir.

1 Mo 17,10 Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden

Dies soll das Zeichen sein, an dem Gott erkennt, wer seinen Bund hält. Auch Jesus war beschnitten und hielt also den ewigen Bund Gottes.

Lk 2,21 Und als acht Tage vollendet waren, daß man ihn beschneiden sollte, da wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden war, ehe er im Mutterleib empfangen wurde.

Jesus hielt sich auch an die Gebote, die von Moses empfangen wurden.

Mt 23,9 Ihr sollt auch nicht [jemanden] auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, [nämlich] der im Himmel.

Er wollte auch keine neue Religion bzw. neuen Bund gründen, sondern den ewigen Bund Gottes und seine Schöpfung weiterführen:

Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.

Aber dann geschah es , dass der Bund nicht mehr gehalten wurde. Ein König ernannte sich selbst zum Gott. Es war der erste Christ. Er war der erste Papst. Der Gründer des Christentum!

Jesus lebte nicht mehr, als das um 312 n.Chr. geschah. Aber er hatte es prophezeit, dass falsche Christusse wirken werden. Solche, die Dämonen austreiben werden. Wer wohl tat das? Unsere Kirche!

Mt 7,15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

Mt 7,21-23 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!

Ja, es war die grausame Zeit, wo mit einem neuen Bund die Christliche Taufe eingeführt wurde. Wer dies nicht wollte, der wurde getötet. Es war ein Innerkirchlicher Streit am laufen, den Jesus neu definieren sollte. Erfolglos, denn noch heute sind sie unter sich gespalten. Aber Gott liess sein Volk nicht weiter leiden. Er sandte Mohammed als den Stifter des Friedens und Bewahrer des Evangeliums der Schöpfung. (Islam = Friedensstifter) In diesen grossen Streit kam also bald der Frieden. In der Bibel wird der Tausendjährige Frieden genannt, der vor 50 Jahren wieder in Krieg gewandelt wurde.

Offb 20,4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.

Mt 5,9 Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen

Ja, der Islam kennt Jesus. Vielleicht sogar noch besser als die Christen. Den in jenem christlich internen Streit war sich die Christenheit um ihn nicht einig. Es gab zwar Ur-Christen, die der gleichen Meinung waren, wie die Muslime, die konnten sich aber gegen Rom nicht durchsetzen.

Man könnte heute vielleicht sagen, dass die damaligen Muslime eigentlich die Ur-Christen (im heutigen Sinn) waren. Denn kein gläubiger Mensch, der Ehrfurcht vor Gott hat, würde sich Messias (Christ) nennen. Er würde auch nicht das Kreuz als Zeichen des Bundes nehmen. Aber falsche Christusse dürfen das wohl tun.

Also, Du siehst, Gott brachte einen Streit zu den falschen Christussen und darauf den Frieden an die Gläubigen. Diesen Frieden sollten wir weiterhin pflegen und die Augen und Ohren öffnen.

Die falschen Christusse sind heute damit beschäftigt, die Bibel so zu lesen, dass sie aus einfachen Sätzen Rätsel herleiten. Sie suchen Jesus in den Büchern Mose, anstelle seine Aussagen zu begreifen. Ist es vielleicht Ablenkung von der Wahrheit?

Koran 3,69 Eine Gruppe von den Leuten der Schrift möchte euch gern verführen, doch verführen sie nur sich selber und wissen es nicht.

Koran 3,65 O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Thora und das Evangelium doch erst (später) nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn keinen Verstand?

Die Aufgabe des Islam ist es, die gespaltenen Religionen zum ursprünglichen Wort Gottes, dem Bund, der mit Abraham geschlossen wurde zu vereinen. Wenn es soweit ist, erst dann herrscht erneut die "Ewige Religion" auf dieser Welt. Das ist meine Religion.

Koran 3,64 Sprich: "O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, daß wir nämlich Gott allein dienen und nichts neben Ihn stellen und daß nicht die einen von uns die anderen zu Göttern nehmen außer Gott." Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: "Bezeugt, daß wir (Ihm) ergeben sind."

„Ihm ergeben“ heisst arabisch : Muslim

Entscheide selber, ob deine Entscheidung richtig war.

Gruss
Ahmet





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