Re: Eins sein und Wesensgleichheit ist nicht das selbe!
Geschrieben von Ingo am 23. Juni 2005 14:36:
Als Antwort auf: Eins sein und Wesensgleichheit ist nicht das selbe! geschrieben von Ahmet am 23. Juni 2005 10:19:21:
>Hallo Ranger,
>Ranger: wenn du das so siehst, wie erklärst du dir folgende Bibelstelle?
>"Der Vater und ich sind untrennbar eins" (Joh 10, 30).?
>Hier erklärt Jesus seinen Zuhörern nur, dass er das zu tun pflegt, was Gott will. Also geht es um Einigkeit im Handeln und Denken. Er handelt im Namen Gottes. Darin sind sie eins.
>Ranger:Oder gehen wir zu Johannes 1, 1. Dort steht:
>"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort."
>Wer oder was ist das "Wort"?
>Zu Beachten ist hier sicher, dass die Bedeutung des griechischen Wortes logos im Originaltext über die des deutschen Wortes "Wort" hinaus geht. "logos" bezeichnet u.a. auch Sprache, Rede, Beweis, Lehrsatz, Lehre und Vernunft. Die alleinige Übersetzung von logos mit Wort reduziert die Bedeutung. Aus logos stammt auch das deutsche Wort Logik. Es kann also durchaus Vernunft bedeuten. Ich tendiere persönlich aber eher auf "Lehrsatz" oder "Lehre". Dann wäre also die Einhaltung der Lehre (Thora, bzw. Gebote) die Hoffnung (das Licht) für die Menschheit.
>Würde mir nie einfallen, daraus Jesus als Gott zu sehen.
>Ranger: Die Lösung folgt paar Verse später:
>"Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater" (Johannes 10, 30).
>Würde ich die gleiche Stelle einem Griechen und einem Araber Christen zeigen, und das habe ich schon früher tatsächlich getan, dann bekommst Du folgende Antwort:
>Die Lehre Gottes (das Wort) ist Fleisch (Jesus) geworden. Also wurde ein Mensch zum Sprachrohr Gottes, denn er spricht die Sprache Gottes!
>Ranger: Das "Wort" war der "eingeborene Sohn", also Jesus. Da das "Wort" "Jesus" war, kann man die eben genannte Bibelstelle, statt mit "Wort" auch mit "Jesus" übersetzen. Es heißt dann:
>"Im Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Gott war Jesus."
>Da wäre ein Griechisch-Kurs angesagt. Noch besser Kurs für Semitische Redewendungen. Sorry, aber das kann ja nicht dein Ernst sein.
>Ranger: Noch zwei weitere Bibelstellen, die zeigen, das Jesus und Gott eins waren:
>"Jesus antwortete: »Nun bin ich so lange mit euch zusammen gewesen, Philippus, und du kennst mich immer noch nicht? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du dann sagen: 'Zeige uns den Vater'?" (Johannes 14, 9)
>Hast Du nie darüber nachgedacht, dass es heissen kann, „wer mich gesehen hat, der hat Gott gesehen, denn ich mache genau das, was Gott auch machen würde, wenn man ihn sehen könnte.
>"Er war in allem Gott gleich" (Philipper 2, 6)
>Richtig, aber nicht Wesensgleich! Wenn das so einfach wäre, dann hätte man ja im Kirchenstreit nicht 600 Jahre lang gegen diese Römer-Lehre gestritten!
>Ranger:Nun, die Bibel bezeugt eindeutig, dass Gott und Jesus eins waren.
>Nur in dem Sinne, wie es auch die Schreiber und ich meinen; jedenfalls nicht Wesensgleich. Das war dann erst später durch die Römer so interpretiert worden.
>Ich hoffe, ich konnte Dir einen Lichtblick auch in die Geschichte des Christentum geben.
>Gruss
>Ahmet
Jesus Christus bezeugt nicht nur in der Heiligen Schrift, der Bibel, dem Worte des lebendigen und dreifaltigen Gottes, daß er Mensch UND Gott ist, sondern auch im Laufe der vielen Jahrhunderte gegenüber besonders auserwählten Mystikern, Heiligen, etc.!
Daher empfehle ich Dir, Dich neben der Bibel Dich auch mit der christlichen Mystik und den christlichen Mystikern zu beschäftigen.
Segensgrüße von Ingo