Re: Beweise für was?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Voltaire am 20. Juli 2001 14:21:11:

Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Ahmet am 19. Juli 2001 22:12:15:

>> Muss es denn bewiesen sein, wenn man fühlen kann? Genügt es nicht zu glauben, dass die "Zehn Gebote" etwas gutes sind?<

Natürlich, jeder kann glauben, was er möchte. Mein Problem beginnt da, wo die vertreter der Religionen anfangen, eine Moral auf ihren Glauben zu gründen, und von anderen zu verlangen, sich an diese Moral zu halten. Wer dergleichen Ansprüche stellt, soll sie gefälligst mit etwas anderem als seinen Gefühlen begründen.

>> Ja, es gibt weltweit bereits 220'000'000 Atheisten.<

Woher stammt diese Zahl?

> Aber trotzdem, wenn man schaut, wer weltweit wirklich an eine Macht des Guten glaubt, dann sind die Gottergebenen doch die Mehrzahl.

Ich habe ernsthafte Zweifel, ob die "Gottergebenen" wirklich an die Macht des Guten glauben, dazu sind ihre Vorstellungen doch zu unterschiedlich. Außerdem haben besonders die Anhänger der monotheistischen Religionen durch Jahrtausende die Welt mit Kriegen und Terror überzogen. Offenbar ist die religion keine gute basis für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.

>> Ja, ich glaube, dass wir im All nicht die einzigen sind. Aber eine Untertasse ist ja nur eine menschliche Projektion, wie es mit dem Bild von Jesus an sich hat. Denn auch das heutige verbreitete Bild von Jesus hat mit Gott nichts zu
tun. Die Philosophie und die Bildnisse der Menschen sind keine Göttlichen Elemente.<

Nun ja, Problem ist doch: Was kann man glauben, und was nicht? Wonach soll man sich richten? Ich denke das bestehen auf nachvollzihbaren, wissenschaftlichen Beweisen hat etwas für sich. es gibt einfach zu viele Phantasten und Betrüger.

>> Ja, die Evolution kenne ich. Auch wenn dies heute nicht bewiesen ist, glaube ich, dass sich einzelne Arten der entsprechenden Umgebung anpassen und sich weiterentwickeln. Aber auch das hat mit Gott nichts am Hut.<

Ich denke schon. Richard Dawkins sagt, die Evolutionstheorie ermöglicht es, "ein intellektuell befriedigter Atheist" zu sein. d.h. man kann die Welt verstehen, ohne Gott oder eine göttliche Schöpfung annehmen zu müssen.

>Also doch natürlich? Ist die Natur ein Zeugnis des Menschen? Nein, der Mensch schaut der Mutter Natur nur alles ab. Und das tut der Mensch auch mit dem Göttlichen.<

Klar, die Natur kann man beobachten und untersuchen, Gott allerdings nicht.

>> Der Schöpfer existiert für Gläubige nicht, um die Welt zu erklären, sondern um die Welt zu verstehen und sie zu erhalten! Wer dies nicht tut, hat den Glauben nicht verstanden..... Lies mal die Thora, Evangelien und den Koran....<<

Nun ja, aber erstmal muss doch die Frage geklärt werden, ob es den Schöpfer überhaupt gibt, bevor man an ihn glauben kann. Die religiösen Bücher behaupten lediglich seine Existenz, ohne sie zu beweisen, oder auch nur plausibel zu machen.

MfG

Voltaire





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