Kurze Stellungnahme zu der Titelleiste
Geschrieben von Taylan am 22. Dezember 2001 11:31:46:
Sei gegrüßt, Ahmet,
ich möchte kurz Stellung zu der Titelleiste dieses Forums nehmen:
So heißt es dann in etwa:
>Das beginnt schon beim 2.Gebot, welches uns bat, kein Bild von einer Religion zu machen und diese auch nicht zu verehren<
Jetzt würde ich gerne wissen, ob du es wortwörtlich meinst, oder nur im übertragenen Sinne. Das 2. Gebot besagt nämlich, das man sich kein Bild von Gott machen soll. Als die Israeliten am Berg Sinai den goldenen Kalb erstellt haben, wollten sie ja mit dem Kalb nicht ihre religion, sondern Gott abbilden lassen.
DIE RELIGION als Gott verehren (oder abbilden) tut nämlich keines der monotheistischen Religionen. Religion bedeutet, das man durch Werksgerechtgkeit versucht vor Gott gerecht zu werden. Mit anderen Worten: Die religion wird als Schlüssel zu Gott gesehen. Im übrigen ist dein persönlicher Glaube auch eine "Religion". Da kommst du nicht drumherum :-) Somit hängst du ebenfalls in deiner Religion.
Aber nun kommt eine große Wahrheit, die dir bewusst oder unbewusst aufgefallen ist.
Religion ist niemals ein Weg zu Gott. Im Gegenteil: Kein Mensch kann von sich aus gute werke vollbringen. Wenn Gott ALLEIN "gut", wie Jesus sagte , dann muss alles außer Gott "böse" sein. Selbst die Engel haben die Wahl an Gott festzuhalten oder gegen ihn zu rebellieren. Aus diesem Grund wurde Satan ja auch vor Gottes Angesicht verbannt.
Wenn ein Mensch gute Werke tut, dann war es Gott, der zu diesem Augenblick durch diesen Menschen gewirkt hat.
Und das festhalten an dieser "Werksgerechtigkeit (Religion)" kann zu einem Teufelskreis führen und dazu beitragen das man eher seine religion zu einem Gott gemacht hat.
Du hast diese biblische Wahrheit also guterkannt. GRATULIERE
Allerdings glaube ich eher, das du dies eher unbewusst erkannt hast. Denn aus deinen vielen Beiträgen erkene ich, das du allein aus Werksgerechtigkeit versuchst vor gott gerecht zu werden. Da der Mensch aber niemals allein aus guten Werken vor Gott gerechtfertigt werden kann, hat Gott eingegriffen und hat seinen Sohn Jesus für uns zur Sünde gemacht. Doch er hat ihn von den toten auferweckt und zum König der Könige emporgehoben.
Und durch diesen wunderbaren Mann Jesus brauchen wir unserem Heil nichts mehr hinzuzufügen.
Der Mensch muss erkennen, das Religion Frust, und Christus Lust ist :-)
Wenn Du den Inhalt des Evangelium kennst, zitiere ich dir mal kurz Jesaja 53. Dies ist deshalb interessant weil durch Qumran diese Rolle gefunden wurde, die 1:1 mit dem heutigen Jesaja 53 übereinstimmt und 800 v.Chr datiert wird. Es handelt sich hierbei also um keine christliche fälschung:
Liebe Grüße,
Taylan
------------------------------------------------------------------------------------
Wer hätte geglaubt, was uns da berichtet wurde? Wer hätte es für möglich gehalten, daß die Macht des HERRN sich auf solche Weise offenbaren würde? Denn sein Bevollmächtigter wuchs auf wie ein kümmerlicher Sproß aus dürrem Boden. So wollte es der HERR.
Er war weder schön noch stattlich, wir fanden nichts Anziehendes an ihm. Alle verachteten und mieden ihn; denn er war von Schmerzen und Krankheit gezeichnet. Voller Abscheu wandten wir uns von ihm ab. Wir rechneten nicht mehr mit ihm. In Wahrheit aber hat er die Krankheiten auf sich genommen, die für uns bestimmt waren, und die Schmerzen erlitten, die wir verdient hatten. Wir meinten, Gott habe ihn gestraft und geschlagen; doch wegen unserer Schuld wurde er gequält und wegen unseres Ungehorsams geschlagen. Die Strafe für unsere Schuld traf ihn, und wir sind gerettet. Er wurde verwundet, und wir sind heil geworden. Wir alle waren wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Ihm aber hat der HERR unsere ganze Schuld aufgeladen. Er wurde mißhandelt, aber er trug es, ohne zu klagen. Wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen.
Mitten in der Zeit seiner Haft und seines Gerichtsverfahrens ereilte ihn der Tod. Weil sein Volk so große Schuld auf sich geladen hatte, wurde sein Leben ausgelöscht. Wer von den Menschen dieser Generation macht sich darüber Gedanken?
Sie begruben ihn zwischen Verbrechern, mitten unter den Ausgestoßenen, obwohl er kein Unrecht getan hatte und nie ein unwahres Wort aus seinem Mund gekommen war. Aber der HERR wollte ihn leiden lassen und zerschlagen.
Weil er sein Leben als Opfer für die Schuld der anderen dahingab, wird er wieder zum Leben erweckt und wird Nachkommen haben. Durch ihn wird der HERR das Werk vollbringen, an dem er Freude hat. Nachdem er so viel gelitten hat, wird er wieder das Licht sehen und sich an dessen Anblick sättigen. Von ihm sagt der HERR: 'Mein Bevollmächtigter hat eine Erkenntnis gewonnen, durch die er, der Gerechte, vielen Heil und Gerechtigkeit bringt. Alle ihre Vergehen nimmt er auf sich. Ich will ihn zu den Großen rechnen, und mit den Mächtigen soll er sich die Beute teilen. Denn er ging in den Tod und ließ sich unter die Verbrecher zählen. So trug er die Strafe für viele und trat für die Schuldigen ein'.«