Ist ein muslimisches Europa möglich?
Geschrieben von Ahmet am 21. März 2005 16:32:57:
Liebe Leser,
Immer wieder erkennt man die Angst der islamisierung von Ländern in christlichen Kreisen. Ist diese Angst wirklich gerechtfertigt?
Ich persönlich bin für die "Ewige Religion". Das hätte die Zehn Gebote als Grundlage zum täglichen Gesetzt. Jedes angepasste Gesetz müsste darin als Grundlage zu finden sein. Sonst hätte es keine Bedeutung.
Jetzt habe ich in einer muslimischen Broschüre folgenden Text gelesen, den ich hier gerne allen zugänglich machen möchte. Unter der Frage "Ist ein muslimisches Europa möglich?" stand folgender Text:
Ist ein muslimisches Europa möglich?
Der Islam hat sich schon immer bei ihrer Einführung an die kulturellen Gegebenheiten angepasst. So ist der Islam in Afrika ganz anders als in Indonesien und noch einmal anders in Arabien. Es gibt neben dem religiösen Standpunkt auch noch den kulturellen Einfluss. Die Kultur eines Volkes kann nicht von heute auf morgen verändert werden. Das konnte auch Arabien nicht.
Muhammad führte revolutionär das Frauenrecht ein, aber noch heute gibt es arabische Muslime, die von der vorislamischen Kultur geprägt sind und diese religiöse Pflicht nicht einhalten. Europa dürfte damit im allgemeinen kein Problem haben. Im extremsten Fall wird es schwierig sein, auf Schweinefleisch, Alkohol, Drogen und ihre negativen Folgen zu verzichten. Auch die Tötung von Kindern durch Abtreibung zu verbieten würde ein harter Schritt für Europa sein. Weiter würden die Prostitution und ihre Folgen verboten. Glückspiele, die manchen Familienvater in den Ruin gezogen haben, würden nicht gestattet sein. Man müsste keine Kirchensteuer mehr bezahlen. Das wären die wirklich radikalen Änderungen in unserem Europa, die der Islam mit sich bringen würde. Nicht etwa das, wovon sich die Europäer fürchten.
Es wäre nicht so, dass jede Frau ein Kopftuch tragen müsste. Den Sinn dieser Praxis, die in Arabien nötig ist, kann in Europa auch anders gelöst werden. Das Europäische Gesetz muss deshalb bis auf die wenigen oben erwähnten negativen Themen nicht geändert werden. Die Sharia (Der Weg) Europas besteht bereits. Das muslimische Türkei führte 1923 das Schweizer Gesetz ein und beweist damit, dass eine Demokratie im Islam kein Problem darstellt. Auf dieser Grundlage würde es auch in Europa problemlos funktionieren. Neben vielen Kirchen würden sich die Moscheen emporheben. Aber die Gelder für diese Bauten würden nur durch Spenden und demokratischen Abstimmungen verwirklicht. Wo Kirchen wegen der stark abnehmenden Christenheit nicht mehr gebraucht würden, würde demokratisch bestimmt, ob diese in Moscheen umfunktioniert werden sollen. Der Unterschied liegt dann nur darin, dass keine prunkvollen Statuen und Bildnisse mehr in den Kirchen zu finden wären.
Da der grösste Teil des heutigen Europa bereits an Gott, den Schöpfer, den Herrn der Welt glaubt, wie auch schon Jesus diesen einen Gott angebetet hatte, wird das Glaubensbekenntnis des Islam bereits in den Herzen der Menschen verankert sein. Einzig müsste man den Mitmenschen Muhammad als den Botschafter Gottes und Erretter der damals verfolgten Ur-Christen akzeptieren. Dann nämlich, ist man bereits Muslim (deutsch: Gott Ergeben).
Quelle: Broschüre einer Muslimischen Gemeinschaft
Gruss
Ahmet