Re: Urchristentum?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Taylan am 10. September 2001 23:01:44:

Als Antwort auf: Re: Urchristentum? geschrieben von Ahmet am 10. September 2001 22:13:17:

Gruß an alle, Gruß an Ahmet,

>> ob die heutige christliche Lehre biblisch ist oder nicht kannst du selbst nachprüfen,-Ließ einfach die Bibel.
>Danke, das habe ich getan. Das ist schon richtig. Ich beschränke mich jedoch auf die Evangelien, wenn es um die Person Jesus von Nazareth geht. Denn die übrigen römischen Schriften(z.B. die Paulusbriefe) sind nicht echte Zeugen von Jesus selbst

T: Wie du Paulus bewertest ist nebensächlich. Aber Petrus und Johannes waren Augenzeugen und lehrten beide das gleiche wie Paulus. Ließ mal beim 2. Brief des Petrus im Letzten Kapitel wie Petrus Paulus beurteilt.

>> Schon die ersten Christen verehrten Jesus als Gott, dies kann ich vielfältig biblisch belegen, u.a mit diesem hier: 1.Johannes 5,20
>Könntest Du mir bitte das angeben, was Du als unter anderem meinst? Denn ich hatte unter den Schriften der ersten Anhänger von Jesus leider keine solche Aussage gefunden(Markus;Lukas;Matthäus).

T: Markus war vielleicht Teilweise Augenzeuge Jesu. Wahrscheinlich gehörte er zu den "500", die Jesus nach seiner Auferstehung gesehen haben. Beweisen lässt sich das aber letztendlich nicht.

Lukas war kein Augenzeuge Jesu. Matthäus war vielleicht ein Augenzeuge Jesu. Ob mit "Matthäus" nun der Zolleinnehmer Levi gemeint ist oder einanderer das weiß man leider nicht.

>Wie Du sicherlich weisst, ist das Johannesevangelium erst im 2.Jhd.n.Chr. entstanden

T: Falsch! Genau das ist der Knackpunkt. Ich habe schon mehrmals ein Bericht über das Johannesevangelium gepostet. Ich poste es nocheinmal hierher:

Hallo allerseits,

in letzter hört man von muslimischen Apologeten ja oft, das das
Johannesevangelium hellenistische Züge hätte; jedenfalls habe sie
keinen jüdischen Ursprung

Frage: Ist das Johannes-Evangelium echt?

Ja, die Echtheit des Johannes-Evangelium ist historisch gut belegt.
Die Authentizität des Johannes-Evangelium wurde vor allem wegen
seiner Sprache stark angezweifelt - aber zu unrecht!

"Vor der Entdeckung der Qumranrollen haben viele Skeptiker das
Johannesevangelium für vertrauensunwürdig und stark griechisch
beeinflusst gehalten, gerade wegen diesem Dualismus Licht/Finsternis.
Hierzu aber sind die Qumranfunde geradezu ein Geschenk des Himmels!

Die Sprache der Qumrantexte zeigt uns, dass im Judentum zur Zeit Jesu
der Gedanke von Licht und Finsternis lebendig war.
Dazu der weltweit führende Experte in der Qumranforschung, Prof.
Frank Cross (Harvard Universität): 'Seine (Johannes') Begriffe von
Wahrheit, Wissen, Geist ... wurzeln nicht in griechischem oder
gnostischem Denken, sondern entstammen dem schismatischen Judentum.
So ergibt sich jetzt, dass das Johannes-Evangelium nicht das
hellenistischste, sondern in mancher Hinsicht das jüdischste unter
den Evangelien ist."
(zitiert aus: Jesus und die Schriftrollen von Qumran, Alexander
Schick, Otto Betz, Frank M. Cross, 1996, Schwengeler-Verlag, S. 123)

Die Erkenntnis, dass das Johannes-Evangelium authentisch sein muss,
wurde durch einen weiteren archäologischen Fund bewiesen.

"F.C. Baur (1792-1860), ein anerkannter deutscher liberaler
Gelehrter, datierte die Abfassung des Johannesevangeliums in die Zeit
um 170 n.Chr. Einer seiner Gründe dafür war, dass er Johannes'
Theologie für weiter entwickelt als die der anderen Evangelien hielt;
deshalb, so schloss er, musste sein Evangelium später geschrieben
sein.
Doch man hat zwei Papyrusfragmente mit Teilen aus dem
Johannesevangelium entdeckt und auf ca. 130 n.Chr. datiert: der
Ryland-Papyrus 457 und der Egerton Papyrus 2.
Der Ryland-Papyrus wurde in Ägypten gefunden, was bedeutet, dass das
Johannesevangelium um 120 schon kopiert und weit entfernt von seinem
Entstehungsort verbreitet wurde. Unter Berücksichtigung dieser
Tatsache haben Gelehrte gefolgert, dass es vor dem Ende des 1.
Jahrhunderts geschrieben worden sein muss.
Das bedeutet, dass Baurs Datierung, die sich auf die Anwendung der
Evolutionstheorie gründet, nicht aufrechterhalten werden kann."
(zitiert aus: ICI-Studienführer, Hermeneutik, Peter Kuzmic, S. 41)

>> Auf dem Konzil von Nicäa beispielsweide ging es nur darum, wie man die Gottheit und Einheit des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes definieren könne. Und man einigte sich auf den apostolischen Bekentniss.
>Ja genau, da entstand als erstes die Dreifaltigkeit, oder auch Trinität genannt. Leider war diese Lehre gegen die von den Jesu-Anhängern. Auf ihren Widerstand kam die erneute Verfolgung der Gläubigen im heiligen Land.

T: Das Jesus Gott war ist biblisch gut belegt.Sie ist keine erfindung eines Konzil´s. Siehe dazu diesen Artikel von mir:

http://www.deutsche-muslima.de/bbs/messages/3493.html

>Die stellen sind jedoch in jeder neuzeitlichen Bibel angegeben. Jedoch ist heute bekannt, dass mindestens 6 der 13 Paulusbriefe gefälscht sind.

T: Auch dies ist widerlegte Ansicht. Im übrigen ist es auch überhaupt nicht möglich, ein Buch, welches überall verbreitet war und ist ist, nachträglich zu verändern.Wer sollte denn von Spanien bis Indien von einer christlichen Gemeinde zur nächsten gelaufen sein und in allen Bibeln tausende von Stellen gleichlautend verändert haben ? Selbst wenn dies jemand gewollt hätte, wäre es schlicht unmöglich gewesen. Wer dies bestreitet, möge loslaufen und versuchen, einen Text von Thomas Mann oder ein Buch eines anderen Autors nachträglich zu verändern.

Ausser den oben genannten Schriften des NT gelten auch im AT die 5 Bücher Mose als unverfälscht.
>> Ich empfehle dir das Buch Faszination Qumran

>Vielen Dank, werde mal das Buch beschaffen.

T: Ja, bitte!

Mit den Qumran-Rollen habe ich mich auch schon befasst. Habe jede Ausstellung besucht. Ich bisitze die Sammlung und lese immer wieder ein bischen darin.

T: Leider sind viele Schundbücher darüber rausgekommen, die schon längst widerlegt sind. (z.B. "Verschlssache Jesus")

Gerade deswegen empfehle ich dir das 1998 erschiehnene Buch "Faszination Qumran" so sehr, denn es widerlegt all diese Lügenthesen.


Grüßle,

Taylan


>> Auf dem Konzil von Nicäa beispielsweide ging es nur darum, wie man die Gottheit und Einheit des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes definieren könne. Und man einigte sich auf den apostolischen Bekentniss






Antworten:

Die Ewige Religion