Ein paar Statements (nicht zu Dogmen)
Geschrieben von Georg am 07. Dezember 2001 19:14:07:
Als Antwort auf: Re: Ergänzende Dogmen geschrieben von Ahmet am 07. Dezember 2001 09:13:03:
Hallo Ahmet,
danke für deine ausgiebige und klare Antwort. Auf einige wenige Aussagen, die übrigens kaum mehr etwas mit dem ursprünglichen Thema dieses Threads zu tun haben, möchte ich eingehen, um meine Meinung klarer zu differenzieren:
> In der Bibel steht geschrieben: (Mt 16:18) Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus (bedeutet: Fels oder Stein), und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde (Versammlung der Gläubigen) bauen, und des Hades Pforten (Totenreich) werden sie nicht überwältigen. [...]
> Das ist der Text aus der Bibel. Worin siehst Du in dieser Aussage eine besondere Kraft oder Charisma?[...] Aber wer sagt, dass Petrus etwas mit der Kirche zu tun hat?
Wie schon vorher gesagt, aus dem Satz Mt 16,18 (du hast zu 16,19 argumentiert).
Da steht "auf dich werde ich bauen", noch dazu im Zusammenhang mit der Namensdeutung "Fels".
Da steht ausserdem eine klare Aussage Jesu, dass diese Gemeinde/Kirche bestehen bleiben wird.
> In der Bibel steht geschrieben: (5.Mose13,1) Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen
Nun gut. Jesus sagte:
Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes. Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein. (Lk 16,16)
Er sagte zum gleichen Thema übrigens sogar:
Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. (Mt 7,12)
Du bist ein Denker, ich brauche dir diesen Satz als Gegenpol zum Gesetz Mose nicht zu deuten. Für dich ist das eine relevant(er?), für mich das Wort Jesu.
> Übrigens würde es mich wundern (auch um zu lernen), wo in der Bibel der neue Bund begründet wird. Kannst Du mir das bitte angeben?
Durch Jesus Christus. Welche Teile der christlichen Bibel sind für dich denn relevant? Gilt zB Hebr 8? Man muss das ganze Kapitel lesen, ich zitiere nur den letzten Vers:
Indem er sagt: «einen neuen Bund», erklärt er den ersten für veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe. (Hebr 8,13)
> Bibel: (3Mo11,3) Alles, was gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, wiederkäut , das dürft ihr essen. Zudem gibt es auch genauere Stellen im Buch Jesaia, was ich aber nicht als relevante Schrift, wie das "Wort Gottes" sehe.
Du bist ein selektiver Leser, das ist schon klar. Meine Meinung zum Gesetz Mose - siehe oben zitierte Worte Jesu.
Oder wie wär's damit:
Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Merkt ihr nicht, daß alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein. (Mk 7, 18-19)
>> Georg: Darf ich fragen: was bedeutet für dich das Wort Jesu, Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt18,19)? Siehst du darin nicht eine Aufforderung, deinen Glauben in einer Gruppe zu leben?
> Das heisst für mich gleichnishaft, dass wir von Gott jederzeit beobachtet und geprüft werden, ob wir nach seinem Willen handeln. Und dass Gott jeden lenkt, der in seinem Namen handelt. Egal wo und wann das auch sein mag. Aber ich sehe auch, dass der Mensch dazu neigt, sich einer sichtbaren Macht hinzugeben, weil es nicht einfach ist, Gott alleine wahrnehmen zu können. Ich finde, das soll jeder so praktizieren, wie es für ihn selbst stimmt. Der Mensch muss einfach auf seine Taten achten, denn diese entscheiden gemäss den "heiligen Schriften" bzw. "10 Geboten".
OK, bei der Interpretation dieser Stelle sind wir nun wirklich nicht einer Meinung. Auch recht...
Grüsse,
Georg