Re: klaro
Geschrieben von Ahmet am 07. Februar 2005 19:39:45:
Als Antwort auf: klaro geschrieben von nour iman am 07. Februar 2005 17:00:
Hallo Nour Iman,
Schön, dass Du mich als Muslim akzeptieren würdest, obwohl ich das Gebet nicht nach Vorgaben verrichte. Da habe ich schon andere Reaktionen annehmen müssen. Was den Feiertag angeht, da geht es mir nicht um die Heiligkeit (sorry), sondern die Abwendung von den übrigen Religionen.
nun gut, er war gleichzeitig der gesandte und hatte einen anderen, direkteren bezug zur problematik. tatsache ist aber, dass uns nicht jedes detail seine lebens bekannt ist und schon garnicht wurde jeder vers des Koran ausreichend durch muhammed (s.a.s.) erklaert. was bleibt uns also?
Hier frag ich Dich: Braucht es den das Wissen über das Leben Mohammeds, wenn es doch den Koran gibt? Hast Du die Evangelien und die Thora gelesen? Siehst Du das nicht auch so, dass dann jeder Vers verständlich wird, weil im Koran immer wieder Bezug auf die vorangegangenen Schriften genommen wird. Als ganzes betrachtet geht es doch immer um die Erinnerung an das vorangegangene.
Ich bin überzeugt, dass es keine oder sehr wenige Kommentare und Erklärungen brauchen würde, wenn jeder Muslim die Thora und die Evangelien kennen würde. Natürlich wird man nie alles wissen können.
es gibt aber auch den anderen islam, den inneren, und das ist das eigentliche ziel. es ist die religion von der du auch oft andeutungsweise sprichst, dessen existenz dir also klar ist, auch wenn die einzelheiten noch zu finden sind.
Von welchem Islam sprichst Du hier?
nun, dass unsere religion aber "islam" heisst, steht doch im Koran :-) uebrigens als einzige religion, bekam der islam seinen namen von Gott selber.
In jener Zeit, als Mohammed die Aufgabe bekam „Frieden zu schaffen“ und sich anzustrengen, Gottes Erbe zu retten, war noch keine Rede vom Islam als Marke. Mit Religion war doch damals gemeint, dass man den „Frieden“ als Religion in einer zerstrittenen Welt annimmt. So war z.B. die Kirche zerstritten um die Frage der Dreieinigkeit usw.
….., da muhammed abu bakr empfahl und dieser dann auch - wenn auch nicht demokratisch nach heutigem massstab - gewaehlt wurde.
Warum kennt man in Geschichtsbüchern nur die Aussage, dass Mohammed keinen Nachfolger gewählt hatte? Hast Du da nähere Informationen? Es hätte doch gar keinen Streit um seine Nachfolge gegeben, wenn das so gewesen wäre?
abgesehen davon, muss man das doch aber nicht angeben, oder?
In der Regel wurde ich in Ägypten gefragt, ob ich Sunnite oder Schiite bin. Etwas anderes wollte man nicht kennen. Schön das Du das nicht als wichtig siehst.
Kannst Du mir noch einmal erläutern, warum Mohammed Sunnite sein soll? Diese Bezeichnung gab es ja gar nicht?
jedenfalls sollte es fuer einen muslim ausreichen, wenn jemand das glaubensbekenntnis ausspricht, diesen als muslim anzusehen.
Ich selbst sähe das auch so.
klar und mich hast du auch nicht gekraenkt. du schreibst lediglich das auf, was islam sein soll und von vielen aber eben nicht von allen muslimen praktiziert wird. das ist ja das interessante, nicht wahr, dass der islam, wie er ueber die medien transportiert wird, nicht der ist, der schriftlich herabkam, sondern ein konstrukt. wirkliche muslime wiederum nimmt man in der oeffentlichkeit nicht wahr, weil die es erkannt haben, dass sich-selbst-zur-schau-stellen eine selbstverherrlichung bedeutet, die von der Gottesverherrlichung diametral verschieden ist.
Leider sind die Medien auch nicht richtig aufgeklärt.
ich verstehe dich vollkommen, lieber ahmet. du bist muslim, magst dich aber wegen der irren, die sich ebenfalls dazu zaehlen und den islam aber in den dreck ziehen mit ihren falschen ansichten, nicht dazu oeffentlich in der weise bekennen.
Nein, das hast Du falsch verstanden. Für mich sind Terroristen keine Muslime (Gottergebene), weil diese den Islam (Frieden) nicht so leben, wie es Gott uns offenbart hat. Muslime müssen sich deshalb nicht dafür schämen.
Ich stehe zu meiner Religion, die als Ewige Religion bekannt ist. Der Islam ist mir sympathisch, weil auch Mohammed den gleichen Glauben hatte, selbst wenn sich heute der Islam als eigene neue Religion darstellt. Und die alten Offenbahrungen Gottes nicht mehr akzeptieren.
nur selten werde ich ueberrascht durch fragen wie neulich bei einem freund: "warum bist du denn kein sufi?" das ist dann doch etwas komplizierter, nicht wahr?
Wenn Du eine Antwort darauf hast, so würde mich die auch interessieren.
Gruss
Ahmet