Re: Nur die 10 Gebote

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 20. Januar 2006 13:33:40:

Als Antwort auf: Re: Nur die Gebote geschrieben von ben am 19. Januar 2006 22:17:

Hallo Ben,

Ben: Nun, Du müsstest z.B. für Deine Sünden ein (Schlacht)Opfer bringen. "Bringen lassen" um genau zu sein, und zwar vom Hohepriester.

Ein Schlachtopfer habe ich auch schon gegeben. Aber das Opfer gibt man nicht für Sünde, sondern als Dank zu Gott, und als Solidarität zu seinen Mitmenschen. Zu Beginn der Menschheit war es üblich, die erste Ernte zu opfern, was aber nicht heisst, sie zu zerstören. Immer dann, wenn ein Ereignis erstmals als Gabe Gottes eintritt, dann war man im Innersten Herzen zum Dank verpflichtet. Abel opferte das erstgeborene Schaf seiner Herde, war aber kein Priester. Das machten alle Menschen selbst.

Wichtiger erscheint mir, dass man mit Respekt gegenüber dem Tier opfert. Ohne dass das Tier leiden muss. Da die Hohenpriester dieses Handwerk gelernt haben, macht es vielleicht Sinn, sie auch ranzulassen. Aber das möchte ich nicht für alle bestätigen.

Übrigens ein späteres Menschengebot führte dazu, dass jeweils auch die erstgeborenen Söhne (Menschenopfer) geopfert wurden. Mit Abraham wurde dieses nicht göttliche Gebot beendet.

Dass ich meine Sünden mit einem Tieropfer, Taufe oder Beichte abbauen kann, daran glaube ich nicht. Man kann sich höchstens jeden Tag reinwaschen, um sich geistig an die Sünden des aktuellen Tages zu erinnern und daraus zu lernen. Das war am Jordan üblich und wird noch heute am Ganges praktiziert. Aber deshalb sind vergangene Sünden vor Gott nicht wegradiert. Gott alleine kann vergeben und ist dabei gütig und barmherzig.

Ben: Dann gäbe es z.B. noch das Sabbat- und Jobeljahr (3Mo 25), das Gesetz des Zehnten (3.Mo 27) usw. Ausserdem ist evtl. 3.Mo 20 noch interessant für Dich.

Den Sabbat, was zu deutsch "Tag der Ruhe" heisst, praktiziere ich jeden Siebten Tag, lasse auch keine Mitmenschen bzw. Tiere an einem Ruhetag für mich arbeiten. Das ist ein Tag der den Menschen durch Ruhe stärkt, um die folgende Woche wieder von ganzen Herzen, Seele und mit Verstand für Gott da zu sein.

Wie ich schon erwähnte, ist für mich das wichtigste im Gesetz die Zwei Gebote (-Tafeln). Was darauf steht, das praktiziere ich alles, weil.... (siehe Link unten). Und von den übrigen Geboten im Gesetz halte ich mich an alles, was heute Sinn macht (z.B. Schweinefleischverzicht, Reinheit). Sinn macht es, wenn es dem Ziel Gottes dient (Überleben der Menschlichen Spezies). Aber nicht zwingend an etwas, was von Menschenhand erstellt wurde.

Ben: Worum es mir geht: man kann meiner Meinung nach nicht einfach aus dem Gesetz, das Gott den Juden gegeben hat, willkürlich ein paar herauspicken und sie für die Menschheit heute einzufordern.

Ich glaube daran, dass man beim letzten Gericht über die 10 Gebote abgefragt wird. Hat man diese im Leben befolgt, dann kann man ohne schlechtes Gewissen den höchsten Himmel erreichen. Ob man nun ein Tieropfer gab, das Jobeljahr feierte, einmal Schweinefleisch ass oder einmal bei Rot über die Kreuzung fuhr, das wird kein Kriterium sein. Gott schaut nicht auf kulturelle Werte, aber das Ziel ist überall das Gleiche. Der Mensch hat dafür zu sorgen, dass die Schöpfung mit uns Menschen und Natur weitergeführt wird, bis zum Letzten Gericht. An diesen 10 Geboten hängt also das ganze Gesetzt und die Propheten.

Ben: Jesus hebt das Gesetz zwar nicht auf, er macht aber die eigentliche Bedeutung davon sichtbar: kein Mensch kann je das Gesetz halten, d.h. alle brauchen Vergebung. Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei Jesus Christus!

Ja, auch Jesus v. Nazareth unterscheidet zwischen Gottes Geboten und den Menschengeboten. Deshalb beschränkt er das Gesetz auf die 10 Gebote, denn nur diese sind von Gott geschrieben.

Ben: Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei Jesus Christus!

Diesen, deinen letzten Satz würde ich selbst etwas anders schreiben, denn sonst würde ich die 10 Gebote bereits brechen.

Ich würde schreiben: Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei unserem Schöpfer!

Merkst Du eigentlich, dass Du Paulus zitierst? Wäre es nicht angebracht, die zentrale Person zu zitieren? Ich denke da für Dich an Jesus von Nazareth.

Besten Dank....

Gruss
Ahmet





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